Testpflicht und FFP2-Masken Neue Corona-Regeln sorgen für Verwirrung

Kreis Kleve · Von der Corona-Testpflicht vor dem Besuch in Krankenhäusern bis zu FFP2-Masken in Zügen des Fernverkehrs: Seit Anfang Oktober gelten Regeln, die längst nicht jeder kennt. Das sorgt für Diskussionen in Einrichtungen. Was jetzt gilt.

Corona NRW: Diese Regeln gelten im Herbst 2022
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Diese Corona-Regeln gelten in NRW

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Foto: dpa/Arne Dedert

Derzeit kommt es in Seniorenheimen und Praxen, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen im Kreis Kleve zu den immer gleichen Diskussionen zwischen Personal und Besuchern: Zu Beginn des Monats Oktober wurden die Corona-Regeln verschärft, viele Menschen haben das aber gar nicht mitbekommen und wissen daher schlicht nicht, welche Regeln in welchen Einrichtungen herrschen. Für manche ist wieder ein tagesaktueller Coronatest Pflicht, bei anderen zwingend eine FFP2-Maske nötig. Um Verwirrung und Missverständnisse zu vermeiden, hat der Kreis Kleve eine Übersicht zur Erklärung veröffentlicht.

Damit weist das Kreishaus auf die Regelungen durch die Neufassung des bundesweit geltenden Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sowie der Corona-Schutzverordnung NRW hin. Damit wird die Test- und Masken-Pflicht für bestimmte Einrichtungen, unter anderem für Krankenhäuser, Arztpraxen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Reha-Einrichtungen, geregelt. Die Regeln, auf die der Kreis nun hinweist, gelten für Menschen, die in den Einrichtungen behandelt, betreut oder untergebracht sind, aber auch für Besucher. Für das Personal gelten unter Umständen andere Regelungen.

Corona-Testpflicht In einigen Einrichtungen ist die Negativ-Testpflicht zurück. In Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, insbesondere in voll- und teilstationären Behinderten-Einrichtungen, in Reha-Einrichtungen sowie in Gemeinschaftsunterkünften und Heimen der Jugendhilfe muss ein aktueller negativer Coronatest vorgelegt werden. Das gilt für betreute oder untergebrachte Personen bei der Aufnahme und für Besucher vor Betreten der Einrichtung. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.

Tragen von FFP2-Masken In manchen Einrichtungen reicht mittlerweile eine medizinische Maske nicht mehr aus. Hier ist das Tragen einer FFP2-Maske (oder vergleichbarer Standard) Pflicht. Auch hier gelten die Regeln für Besucher und Patienten gleichermaßen. Betroffen sind zum Beispiel Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Psychotherapeuten und weitere praxisähnliche Einrichtungen und Tageskliniken. Auch in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen, Senioren- und Pflegeheimen sowie voll- und teilstationären Behinderten-Einrichtungen gilt wieder eine FFP2-Pflicht.

Übrigens: Auch im Personenfernverkehr ist das Tragen einer FFP2-Maske für Fahrgäste ab 14 Jahren wieder Pflicht.

Tragen von mindestens medizinischen Gesichtsmaske In einigen Bereichen ist das Tragen einer mindestens medizinischen Gesichtsmaske erforderlich. Dies gilt für Fahrgäste in Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs, Obdachlosenunterkünfte und Gemeinschaftsunterkünfte von Asylbewerbern und Flüchtlingen.

Gibt es Ausnahmen? Eine Atemschutzmaske oder eine medizinische Gesichtsmaske muss nicht getragen werden von Kindern, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, von Personen, die ärztlich bescheinigt keine Atemschutzmaske oder medizinische Gesichtsmaske tragen können, und von gehörlosen und schwerhörigen Menschen und Personen, die mit ihnen kommunizieren, sowie ihren Begleitpersonen.

AHA-Regeln Allgemein gilt: Die bekannten und bewährten „AHA“-Verhaltensregeln werden weiterhin empfohlen. Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen.