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Corona: Kreis Kleve prüft Standorte für zusätzliche Impfungen

Bald auch im Südkreis? : Kreis prüft Standorte für zusätzliche Impfungen

Ein neuer Erlass der Landesregierung gibt den Flächenkreisen mehr Spielraum beim Impfen. Sowohl für fünf Schwerpunktpraxen als auch für einen weiteren Impfstandort im Kreis Kleve laufen die Gespräche. Impfkapazitäten in Kalkar werden gleichzeitig ausgebaut.

Mit dem neuesten Impf-Erlass vom 1. März ermöglicht das Land Nordrhein-Westfalen, dass in Flächenkreisen zusätzlich zum Impfzentrum genau eine weitere Impfstelle in Betracht gezogen werden kann. Zuvor soll der Aufbau weiterer Impfstraßen in bestehenden Impfzentren vorgesehen werden. Darüber hinaus wird die Kooperation mit maximal fünf Schwerpunktpraxen in einem Kreis ermöglicht. Am Dienstag hatte der Kreis Wesel bereits angekündigt, vom Erlass Gebrauch zu machen und unter anderem einen neuen Standort des Impfzentrums Wesel zu eröffnen, der in Moers aufgebaut werden soll. Denn während bei uns im Südkreis der Standort Kalkar als zu weit entfernt kritisiert worden ist, hatte es im Kreis Wesel Unmut gegeben, weil Moers zwar die größte Stadt im Kreis ist, das Impfzentrum aber dennoch in Wesel installiert wurde.

Wie aber geht der Kreis Kleve mit dem neuen Erlass um? Dazu wurde das Kreishaus am Mittwoch konkreter. „Wir können uns sowohl Schwerpunktpraxen, als auch eine weitere Impfstelle im Kreisgebiet vorstellen und führen dazu seit Montag vorbereitende Gespräche“, sagt Landrätin Silke Gorißen. „Für die Bürger wären insbesondere die Schwerpunktpraxen eine große Erleichterung. Denn diese könnten wir so im Kreisgebiet platzieren, dass es ein flächendeckenderes stationäres Angebot mit kürzeren Wegen gibt, bis Impfungen in den Hausarztpraxen möglich sind.“ Zusätzlich werden die Kapazitäten des Impfzentrums weiter erhöht, was in Kalkar wegen des dortigen Platzangebots ohne Weiteres möglich sei. „Ich begrüße es, dass das Land endlich die Möglichkeit einräumt, an mehreren Stellen impfen zu können. Eine entsprechende Forderung hatte ich erstmals bereits im Dezember gestellt. Dieser wurde nun nachgekommen“, sagt Landrätin Gorißen. „Ich möchte, dass wir die Menschen in unserem Kreis so schnell wie möglich impfen können.“ Darum sei es gut, dass es damit nun deutlich vorangehe, sagt Gorißen auch mit Blick auf die Ankündigungen höherer Impfstoff-Lieferungen für das Impfzentrum in Kalkar. Derzeit bereiten die Verantwortlichen bei der Kreisverwaltung und im Impfzentrum die erneute Ausweitung der Öffnungszeiten vor, damit der gelieferte Impfstoff schnell eingesetzt werden kann. Neben dem Impfstoff müssten auch ausreichend ärztliches Personal und Apotheker für die Aufbereitung des Impfstoffs zur Verfügung stehen. Sobald dies geklärt sei, folgt die Ausweitung des Service- und Security-Personals. Gleichzeitig sollen die Internetseite des Kreises Kleve zum Impfzentrum und das kreiseigene Buchungsportal für die priorisierten Berufsgruppen angepasst werden, damit impfwillige Personen schnell erkennen können, ob sie jetzt berechtigt sind, ihre beiden Impftermine zu buchen.

So können in dieser Woche neben den bereits priorisierten Berufsgruppen auch weiteres medizinisches Personal mit Patientenkontakt, Hebammen und Heilmittelerbringer – beispielsweise Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Podologen – Impftermine buchen. Ab der kommenden Woche sind zusätzlich bestimmte Personalgruppen aus den Bereichen Kita, Schule und Jugend priorisiert. Hierfür laufen derzeit die Vorbereitungen für die zeitliche Planung der anzubietenden Impftermine. Danach werden die Internetseite des Impfzentrums und das Buchungsportal des Kreises Kleve entsprechend aktualisiert. Zusätzlich werden derzeit die Impfungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe durch mobile Impf-Teams vorbereitet und organisiert.

Derzeit werden die priorisierten Berufsgruppen im Impfzentrum mittwochs und freitags bis sonntags von 14 bis 20 Uhr parallel zu den impfwilligen Über-80-Jährigen geimpft. Zusätzlich gibt es aufgrund der gestiegenen Astrazeneca-Liefermenge für diese Berufsgruppen Impftermine am Donnerstagnachmittag sowie am Samstag- und Sonntagvormittag von 8 bis 14 Uhr. „Damit können wir den Berufsgruppen mit höchster Priorität kurzfristige Impftermine anbieten. Je nach angekündigter Liefermenge von Astrazeneca-Impfstoff können wir in Kalkar sowohl die Anzahl der Impfstraßen als auch die Öffnungszeiten weiter erhöhen. Dies ist aufgrund der vorhandenen Platzreserven im Impfzentrum möglich.“