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Corona im Kreis Kleve: Impfungen für erste Menschen mit Vorerkrankung

Corona im Kreis Kleve : 4400 Biontech-Impfungen für Vorerkrankte noch vor Ostern

Durch zusätzliche Impfstoff-Lieferungen können über 4400 Menschen mit Vorerkrankungen im Kreis Kleve noch vor Ostern geimpft werden. Hausärzte und Internisten wählen die Patienten aus. Die Impfstelle in Geldern geht dafür vorab in Betrieb.

 Im Kreis Kleve können kurzfristig die ersten Menschen mit Vorerkrankungen geimpft werden. Ursprünglich sollte diese Personengruppe erst nach Ostern in den Hausarztpraxen ein Impfangebot erhalten. Nun hat das Land Nordrhein-Westfalen aber mitgeteilt, dass aufgrund zusätzlicher Lieferungen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff bereits vor den Feiertagen eine größere Zahl von vorerkrankten Personen geimpft werden kann. Die Organisation dieser einwöchigen Zusatzaktion in den Impfzentren wurde in die Hände der Kreise gelegt. Für den Kreis Kleve heißt das konkret: Konnte er am Freitag noch mit 2540 Impfterminen planen, stieg die Zahl am späten Freitagnachmittag auf über 4400.

Am Freitagnachmittag hat das Gesundheitsamt die Hausärzte und Internisten im Kreisgebiet angeschrieben. Nach Rücksprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung wurden die Hausärzte und Internisten gebeten, jeweils ihren 20 Patienten mit Vorerkrankungen gemäß der Corona-Impfverordnung (siehe Infokasten) und höchster Vulnerabilität einen Impftermin im Impfzentrum Kreis Kleve anzubieten. Am Samstagnachmittag wurde mit einem erneuten Schreiben an die Hausärzte und Internisten die Zahl der Termine pro Arzt auf dann insgesamt 35 erhöht. Diese Personen müssen außerdem im Kreisgebiet wohnen und ausreichend mobil sein, um einen Impftermin im Impfzentrum wahrnehmen zu können, wie es in einer Mitteilung heißt. Darüber hinaus sollen die behandelnden Ärzte den individuellen Gesundheitszustand der in Frage kommenden Person berücksichtigen. Die Termine müssen über ein neues Online-Portal gebucht werden, das der Kreis Kleve auf die Beine gestellt hat.

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„Ich bedanke mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein sowie den Hausärzten und Internisten im Kreisgebiet für ihre Unterstützung bei der Realisierung dieser kurzfristigen Sonder-Impfaktion“, sagt Landrätin Silke Gorißen. Nach der Mitteilung des NRW-Gesundheitsministeriums am späten Freitagnachmittag habe der Kreis Kleve am Wochenende alle Anstrengungen unternommen, die zweite Impfstelle in Geldern vorzeitig für die Verimpfung der Sonderkontingende für Vorerkrankte öffnen zu können. Und zwar ab Mittwoch, 31. März. Ursprünglich sollte die weitere Impfstelle des Impfzentrums nach Ostern an den Start gehen. „Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Kollegen, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, der Stadt Geldern, unserem Dienstleister Conx sowie allen weiteren erforderlichen Partnern für die sehr kurzfristige Organisation des schnellen Starts der Impfstelle in Geldern“, sagt Gorißen.

Am Samstagnachmittag wurde ein zusätzliches Online-Buchungsportal des Kreises Kleve freigeschaltet. Die seitens der Hausärzte und Internisten ausgewählten Personen mit Vorerkrankungen können mit einem speziellen Link eine Buchung für einen Impftermin in Kalkar oder in Geldern auswählen. Landrätin Gorißen: „Da die Impfkapazitäten in Geldern auch beim geplanten Zwei-Schicht-Betrieb begrenzt sind, ist es möglich, dass nicht allen Patienten aus dem südlichen Kreisgebiet ein Impftermin in Geldern angeboten werden kann.“

Weil die Impfdosen auf die Zahl der Hausärzte und Internisten im Kreisgebiet aufgeteilt wurde, können die entsprechenden Ärzte für diese Aktion nur die festgelegte Zahl von 35 Patienten auswählen. „Wir sind der festen Überzeugung und vertrauen darauf, dass die behandelnden Ärzte am besten beurteilen können, welche ihrer vorerkrankten Patienten sie für dieses Angebot auswählen. Deshalb haben wir uns am Freitag für diesen Weg der Terminvergabe entschieden.“