1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Corona im Kreis Kleve: Impfstoff bleibt knapp - Priorisierungsgruppe 3 muss sich gedulden

Geduld ist gefragt : Impfstoff im Kreis Klever Impfzentrum bleibt knapp

Einige Kreise haben die Priorisierungsstufe 2 bereits geimpft und können nun mit weiteren Berufsgruppen beginnen. Das ist im Kreis Kleve noch nicht der Fall. Landrätin Gorißen: Impfstoff ist knapp, Geduld gefragt.

Das Land NRW hat zwar jüngst einige Berufsgruppen aus der Priorisierungsstufe 3 für die Corona-Schutzimpfung freigegeben. Die Impfungen in den Impfzentren werden aufgrund der geringen verfügbaren Impfdosen jedoch weiterhin nur schrittweise möglich sein. Der Kreis Kleve weist nun darauf hin, dass ausschließlich die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) diese Impftermine vergeben kann. Das ist über die Rufnummer 0800 116 117 91 oder online unter termin.corona-impfung.nrw möglich.

Zu den nun impfberechtigten Personen gehören neben Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen auch Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten. Darüber hinaus erhalten Beschäftigte an weiterführenden Schulen ein Impfangebot, genauso wie einzelne Personengruppen der Justiz. „Weiterhin ist der zur Verfügung stehende Impfstoff knapp. Es wird somit eine Weile dauern, bis die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein jedem Impfwilligen auch einen Termin anbieten kann“, sagt Landrätin Silke Gorißen. „Alle impfwilligen Personen brauchen immer noch etwas Geduld, bis jeder seinen Termin buchen kann.“ Die verfügbaren Impftermine werden von der KVNO jeweils anhand der konkret zugesagten Impfstoff-Lieferung im Buchungssystem freigeschaltet. Alle Schulleiterinnen und Schulleiter der weiterführenden Schulen im Kreisgebiet wurden über das Buchungsprozedere informiert.

  • Corona im Kreis Viersen : Impftermine für weitere priorisierte Gruppen möglich
  • Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie über das Coronavirus im Kreis Kleve wissen
  • Am Eingang des Impfzentrums an der
    Impfzentrum Erkelenz : Wer nicht impfberechtigt ist, wird abgewiesen

Einige Kreise haben bereits die impfwilligen Personen aus der Priorisierungsstufe 2 komplett geimpft und können somit unverzüglich mit den Impfungen der neuen Berufsgruppen beginnen. „Dies ist im Kreis Kleve wie auch in zahlreichen anderen Kreisen in NRW nicht der Fall!“, sagt Landrätin Gorißen. Der Impfstoff werde ausschließlich aufgrund des Bevölkerungsschlüssels auf die Kreise und kreisfreien Städte in NRW aufgeteilt. In Kreisen mit einem höheren Altersdurchschnitt und einer hohen Impfbereitschaft gebe es somit noch zahlreiche berechtigte Personen der Priorisierungsstufe 2, die noch keinen Termin erhalten haben. Zu diesen wartenden Personen kommen im Kreis Kleve nun die neuen Berufsgruppen hinzu. „Das bedeutet, dass sich im Kreis Kleve sehr viele Bürgerinnen und Bürger um nur wenige verfügbare Termine bemühen werden. Und das vermutlich mehrere Wochen lang“, so die Landrätin.

In der kommenden Woche werden im Impfzentrum Kreis Kleve in Kalkar und Geldern insgesamt etwa 7800 Zweitimpfungen durchgeführt. Zusätzlich gibt es dann lediglich etwa 2580 Erstimpfungstermine. Diese Erstimpfungstermine für die kommende Woche werden bereits seit einigen Tagen von der Kassenärztlichen Vereinigung in deren Buchungsportal belegt. Zu den seit einiger Zeit berechtigten Über-70-Jährigen und den Menschen mit Vorerkrankungen kommen nun die teilweise sehr großen neuen Berufsgruppen der Priorisierungsstufe 3 dazu. Mit den insgesamt 10.380 Impfterminen (Erst- und Zweitimpfungen) in der kommenden Woche arbeitet das Impfzentrum Kreis Kleve nahezu unter Volllast.

In der darauf folgenden Woche sind 4850 Zweitimpfungen geplant sowie 3200 Erstimpfungen über das Buchungssystem der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. „Wir sind weiterhin im Gespräch mit dem Land NRW, um zusätzlichen Impfstoff zu erhalten, damit wir bald die Impfungen der berechtigten Gruppen der Priorisierungsstufe 2 beenden können“, sagt Landrätin Gorißen. Sie weist ferner darauf hin, dass das Land NRW das so genannte „Dienstort- oder Arbeitsplatzprinzip“ aufgehoben hat. Der Impftermin kann somit bei der Buchung über die Kassenärztliche Vereinigung für ein beliebiges Impfzentrum in NRW gebucht werden.