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Corona: Diese Regeln gelten im Kreis Kleve seit Dezember 2021

Von 3G bis Holland-Ausflug : Diese Regeln gelten jetzt im Kreis Kleve

In Nordrhein-Westfalen gelten generell einheitliche Corona-Regeln. Darüber hinaus plant das Kreishaus vorerst keine lokalen Verschärfungen. Was gilt, wenn man ins Restaurant möchte, zum Friseur – oder in die Niederlande.

Seit dem 28. Dezember, gelten in NRW neue Einschränkungen in Folge der Pandemie – geregelt werden sie in der Corona-Schutzverordnung. Die Regeln sind für das Bundesland einheitlich, sie gelten also auch für den Kreis Kleve.

Erlässt die Landrätin weitere Regeln? Grundsätzlich gelten in NRW einheitliche Regeln. Bei besonderem regionalen Infektionsgeschehen oder einer hohen Belastung der regionalen Krankenhäuser können die zuständigen Behörden auch zusätzliche Maßnahmen beschließen. Zumindest zum derzeitigen Stand ist das im Kreis Kleve nicht geplant.

Kontaktbeschränkungen gelten ab sofort auch für immunisierte Personen. Private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich sind für Geimpfte und Genesene nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt – eine Begrenzung der Anzahl von Hausständen gibt es hier nicht. NRW setzt damit die kurz vor Weihnachten vereinbarten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern um. Von den Kontaktbeschränkungen sind Kinder bis einschließlich 13 Jahre ausgenommen. Innerhalb des eigenen Hausstands gelten keine Personenbegrenzungen. Sobald aber eine ungeimpfte Person teilnimmt, gelten wieder die strengeren Auflagen. Dann dürfen nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen.

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Testpflicht  Hier wurde kurz vor Ende des Jahres nachgeschärft: Da beim Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten keine Masken getragen werden können, müssen Immunisierte dort nun einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis mit sich führen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Darüber hinaus gilt diese 2G-plus-Vorschrift künftig für viele weitere Einrichtungen und Angebote in NRW, darunter für das Singen im Chor ohne Maske. Geboosterte Personen sind in NRW von dieser Regelung nicht befreit. Beschäftigte, die während der Berufsausübung keine Maske tragen können und nicht immunisiert sind – etwa Berufsmusiker mit Blasinstrumenten – müssen sogar einen PCR-Test nachweisen.

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind normalerweise mit Geimpften und Genesenen gleichgestellt, zumal sie regelmäßig in der Schule getestet werden.

Maskenpflicht Wegen der Sorge vor der Ausbreitung der Omikron-Variante werden auch Masken- und Testpflicht im Freizeitbereich verschärft. Der (mindestens medizinische oder FFP2) Mund-Nasen-Schutz muss nun auch bei Versammlungen mit mehr als 750 Personen im Freien getragen werden. Auch bei der Berufsausübung in Innenräumen sowie in Fahrzeugen darf selbst bei Immunisierten und einem Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr auf eine medizinische Maske verzichtet werden.

Die Maskenpflicht gilt ab dem 28. Dezember ebenfalls für Immunisierte in Bildungs- und Kultureinrichtungen, auf Messen oder Familienerholungsfahrten – unabhängig von festen Sitzplätzen oder Anordnungen im Schachbrettmuster.

Einzelhandel Nicht Immunisierte dürfen nur noch in Läden für den täglichen Bedarf. Dazu zählen etwa Lebensmittel- und Getränkeläden, Baby- und Tierbedarfsfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Tankstellen, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und der Großhandel. In allen anderen Läden gilt die 2G-Regel. Der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden.

Kultur und Freizeit In Museen, Ausstellungen, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks und für touristische Hotelübernachtungen gilt nach wie vor die 2G-Regel: Zugänglich sind sie nur für Geimpfte und Genesene. Für Schwimmbäder, Wellnesseinrichtungen und Sport in Innenräumen gilt zusätzlich die 2G-Plus-Regel. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von den Beschränkungen teilweise ausgenommen (siehe oben).

Großveranstaltungen sind ab sofort nur noch ohne Zuschauer erlaubt. Vor allem für die Bundesliga bedeutet das: Geisterspiele bis mindestens Mitte Januar. Bei anderen Veranstaltungen werden die Grenzen für Zuschauer auf höchstens 750 abgesenkt.

Arbeitsplatz Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel – alle Angestellten müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet sind.

Bus und Bahn Im öffentlichen Personenverkehr gilt in Nordrhein-Westfalen weiterhin die 3G-Regel und Maskenpflicht.

Bußgelder „Verstöße werden künftig höher und damit spürbarer geahndet“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Ende November unserer Redaktion. „Insbesondere das Tricksen und Fälschen bei Impfnachweisen macht wütend und gehört mit aller Härte bestraft. Wer zu Lasten der Gesundheit betrügt, verdient null Toleranz.“ Laut Bußgeldverordnung wurden etwa die Strafen im ÖPNV angehoben. Wer dort zwar eine medizinische Maske dabei hat, sie aber nicht über Mund und Nase zieht, oder aber nur eine Alltagsmaske trägt, zahlt jetzt 150 Euro. Der gleiche Betrag wird fällig für all jene, die ohne medizinische Maske bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie etwa dem Einkauf im Handel oder dem Behördengang erwischt werden. Bislang betrug die Strafe dafür 50 Euro.

Wer weder genesen noch getestet ist und an einer 2G-Veranstaltung teilnimmt, muss 250 Euro Bußgeld zahlen, für die Veranstalter oder Betreiber, die Nicht-Immunisierte einlassen, werden 1000 Euro fällig. Hat der Veranstalter selbst einen gefälschten Impfpass, verdoppelt sich das Bußgeld von bislang 1000 Euro auf dann 2000 Euro. Unterlässt er zudem die Kontrolle der Test- und Impfnachweise, beträgt das Bußgeld 2000 Euro. Die Fälschung eines Testnachweises schlägt mit zwischen 2000 und 5000 Euro zu Buche.

Besuche in den Niederlanden sind weiterhin möglich Deutschland ist aus Sicht der Niederlande ein Hochrisikogebiet. Daher muss bei der Einreise aus der Bundesrepublik der 3G-Nachweis erbracht werden. Andersherum gilt: Wer aus den Niederlanden kommend einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Regeln gelten nicht für Grenzpendler und Personen, die sich für weniger als 24 Stunden in den Niederlanden aufhalten. Für sie entfallen die Anmelde- und Quarantänepflicht, nicht aber die Nachweispflicht.

Welche Regeln in den Niederlanden gelten Die Regierung in Den Haag hat wenige Tage vor Weihnachten einen neuen strengen Lockdown verhängt. Seitdem müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten.