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Corona: Diese Regeln gelten im Kreis Kleve ab November 2021

Von 3G bis Holland-Ausflug : Diese Regeln gelten jetzt im Kreis Kleve

Seit Mittwoch greifen auch im Kreis Kleve neue Corona-Regeln. Darüber hinaus plant das Kreishaus vorerst keine lokalen Verschärfungen. Was gilt, wenn man ins Restaurant möchte, zum Friseur – oder in die Niederlande.

Seit Mittwoch gelten in NRW neue Corona-Regeln, der Anstieg der 7-Tage-Inzidenzen auf immer neue Rekordwerte verunsichert auch die Menschen am Niederrhein. Am Mittwoch wurde im Kreis Kleve ein neuer Höchstwert von 287 erreicht. Gastronomen sehen sich mit einer Stornierungswelle im Weihnachtsgeschäft konfrontiert, Kulturveranstalter sagen Konzerte und Auftritte ab. Welche Regeln aber gelten im Kreis Kleve – und wie sieht es zum Beispiel mit einem Ausflug in die Niederlande aus? Ein Überblick.

Erlässt die Landrätin weitere Regeln? Grundsätzlich gelten in NRW ab Mittwoch einheitliche Regeln. Bei besonderem regionalen Infektionsgeschehen oder einer hohen Belastung der regionalen Krankenhäuser können die zuständigen Behörden auch zusätzliche Maßnahmen beschließen. Zumindest zum derzeitigen Stand ist das im Kreis Kleve nicht geplant, wie es am Mittwoch aus dem Kreishaus hieß.

Einführung von 2G-Regeln im Kultur- und Freizeitbereich Wer Restaurants und sonstige Gastronomie-Betriebe besuchen möchte, für den gilt die 2G-Regel. Der Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist ebenfalls nur noch immunisierten Personen gestattet, die vollständig geimpft oder genesen sind. Darunter fallen Besuche von Museen, Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks, Schwimmbädern und Wellnesseinrichtungen. Für den Besuch von Sportveranstaltungen, Weihnachtsmärkten und Volksfesten gilt ebenso die 2G-Regel wie für touristische Übernachtungen oder die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen mit Ausnahme von Friseurbesuchen, medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen.

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2G-plus-Regel in Einrichtungen mit hohem Infektionsgeschehen Die Karnevalssession am Niederrhein ist durchwachsen gestartet: An manchen Orten gibt es närrische Oberhäupter, an anderen nicht. Die einen planen Saalkarneval, die anderen nicht. Fortan gilt: Karnevalsfeiern und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die zusätzlich einen negativen Testnachweis vorweisen können (2G+). Das gilt auch für den Besuch von Clubs, Diskotheken und Tanzveranstaltungen. Der negative Testnachweis kann in Form eines Schnelltestes (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Testes (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen.

Wo noch 3G-Regeln gelten Der Zutritt zu Versammlungen in Innenräumen, zu Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung, zu Messen und Kongressen ist nur noch nach 3G-Regeln möglich. Gleiches gilt für Sitzungen kommunaler Gremien, etwa für Gemeinderäte, Ausschüsse oder für den Kreistag. Auch hier ist nur noch geimpften, genesenen oder negativ getesteten Personen (3G) der Zutritt gestattet. Für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, Friseurbesuche und nicht-touristische Übernachtungen gilt die Nachweispflicht über eine Impfung, Genesung oder Testung ebenfalls.

Wer die Regeln kontrolliert Die Überprüfung der Impf- und Testnachweise muss durch die Veranstalter oder Betreiber erfolgen. Diese sollen in Stichproben einen Abgleich der Nachweise mit den Personalausweisen vornehmen, die Besucher von Einrichtungen oder Veranstaltungen bei sich führen müssen. Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden. Sollten Veranstalter nicht angemessen kontrollieren, drohen erhöhte Bußgelder.

Was im ÖPNV gilt Die Niag weist daraufhin, dass alle Fahrgäste geimpft, genesen oder getestet sein, müssen, wenn sie Bus und Bahn nutzen. „Wir appellieren an alle Fahrgäste, sich an die Vorgaben zu halten. Bitte halten Sie die 3G-Regel und die Maskenpflicht im Bus ein“, heißt es von dem Verkehrsunternehmen.  Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, die zur Schule gehen, und Kinder unter sechs Jahren brauchen im Nahverkehr keine Test-, Impf- oder Genesungsnachweise. Bei Schülern wird davon ausgegangen, dass sie sich den regelmäßigen Corona-Tests in der Schule unterziehen. „Sicher wird es eine Vielzahl unangekündigter Kontrollen auf allen von uns betriebenen Strecken am unteren Niederrhein geben“, heißt es von der Niag. Hierzu setze man auch Security-Dienste ein.

Regelungen für Kinder, Jugendliche und Schüler Schüler gelten weiterhin aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G und 2G+ ausgenommen.

Besuche in den Niederlanden sind weiterhin möglich Deutschland ist aus Sicht der Niederlande ein Hochrisikogebiet. Daher muss bei der Einreise aus der Bundesrepublik der 3G-Nachweis erbracht werden. Andersherum gilt: Wer aus den Niederlanden kommend einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Regeln gelten nicht für Grenzpendler und Personen, die sich für weniger als 24 Stunden in den Niederlanden aufhalten. Für sie entfallen die Anmelde- und Quarantänepflicht, nicht aber die Nachweispflicht.

Welche Regeln in den Niederlanden gelten Mit Blick auf immer weiter steigende Infektions- und Patientenzahlen haben die Niederlande vor einigen Tagen einen Mindestabstand von anderthalb Metern wieder verpflichtend gemacht. Auch gilt in öffentlich Gebäuden erneut die Maskenpflicht. Bei Verstößen drohen 95 Euro Geldbuße. Zudem müssen Restaurants, Cafés und Supermärkte um 20 Uhr schließen, übrige Läden bereits um 18 Uhr.  Darüber hinaus wurde die 3G-Regel deutlich ausgeweitet. Den Corona-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) muss man nicht nur in Gaststätten, sondern auch in Casinos, im Theater oder Kino, auf dem Gelände von Universitäten, bei Kongressen oder Messen sowie bei Sportveranstaltungen vorzeigen. Die Wocheninzidenz liegt (Stand: 24. November) im Nachbarland bei 905 Infektionen pro 100.000 Einwohner.