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Kleve: Cinque zieht in die Beuys-Aula

Kleve : Cinque zieht in die Beuys-Aula

Cinque hat ein Brandschutzgutachten nach einem Jahr Schweigen der Stadt erneut abgegeben. Das Programm ab dem 13. Oktober in der neuen Spielstätte bietet einige Höhepunkte. Im September 2018 gibt es wieder eine Sommernacht.

Die Kleinkunstbühne Cinque hat eine neue Spielstätte. Zumindest vorübergehend: "Wir gastieren mit dem neuen Programm in der Aula der Joseph-Beuys-Gesamtschule, müssen nur einmal in den Meyerhof", sagt Bruno Schmitz, der den quirligen Verein vor 28 Jahren gegründet hat. Inzwischen hat Cinque 300 Mitglieder, ein Team von zehn Leuten zieht die Veranstaltungen durch. Die eigentliche Heimat der Kabarettisten, der Cinque-Saal bei Braam, bleibt weiterhin aus Brandschutzgründen geschlossen.

Deshalb hatten Schmitz und seine Mitstreiter vom Kleinkunstverein auch ein neues Brandschutzgutachten erstellt bekommen, das sie bei der Stadt Kleve einreichten. Das war im Juni 2016. Weil dann nichts passierte, gab Schmitz den fingerdicken Bericht nochmals ab - Ende Juni 2017. Das Konzept zeigt breite Fluchtwege über den Anbau an der Halle. Die Tür zum Schankraum müsse aber nochmals extra gesichert werden. "Mal sehen, vielleicht können wir doch irgendwann einmal in unsere gewohnte Umgebung zurückkehren", sagt Schmitz. Dort seien ja Ton- und Lichttechnik fest installiert, dort habe man den professionellen Ausschank.

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Für das neue Programm 2018 gehe man aber gerne in die Aula der Beuys-Gesamtschule, erklärt der Kleinkunstmanager, der ehrenamtlich für Cinque das Programm macht. Man werde einen Ausschank haben und bekomme eine Künstlergarderobe. "Natürlich bezahlen wir auch Miete an die Stadt - aber wir sind zufrieden", sagt Schmitz, der auf die gute Zusammenarbeit mit der Fachbereichsleiterin des Klever Kulturamtes, Annette Wier, verweist. "Wir hoffen, dass jetzt alle Auftritte glatt über die Bühne gehen", sagt er. Den Auftakt im Cinque-Programm macht am Freitag, 13. Oktober, 20 Uhr, Christoph Sieber. Der steht inzwischen zusammen mit Tobias Mann regelmäßig auf der ZDF-Kabarett-Bühne. "Mann, Sieber" heißt es dort. Sieber gilt noch als Stimme des jungen Kabaretts, wie es bei der Verleihung des Kleinkunstpreises 2015 hieß. Beide, Mann und Sieber, hatte Bruno Schmitz schon auf seinen Bühnen bei Cinque und bei "Hart an der Grenze". Auch, als sie noch keine Fernsehstars waren. Ein altes Grundprinzip von Cinque ist eben auch, jungen Kabarettisten eine Bühne zu bieten, bestätigt Schmitz. So kommt in diesem Jahr Katie Freudenschuss nach Kleve, die auch in Viller bei Hart an der Grenze überzeugen konnte, so Schmitz. "Katies feine Beobachtungsgabe nimmt präzise ihre Umwelt auf", sagt der Kleinkunstunternehmer. Sie sei rührend und im nächsten Augenblick trocken und böse, süße Melancholie und scharfe Ironie lägen bei ihr dicht beieinander. Sie kommt am 23. Februar in die Beuys-Aula. Die Frau, die 2008 von der Gema-Stiftung einen Platz als Stipendiatin in der Celler Schule für Songtexter, bekam und Texte für Elli, Stephanie D., Gerrit Winter, Bernhard Hoecker schrieb, sieht sich als Sängerin, Musikerin und Sachenschreiberein.

Weil die KAB-Spielschar ebenfalls in der Beuys-Aula gastiert, weicht das Cinque-Team mit Michael Frowin im Meyerhof an der Uedemer Straße. "Einpacken, Frau Merkel", heißt es am Samstag, 25. November, mit dem Kabarettisten, der beim Mitteldeutschen Rundfunk eine eigene Sendung hat. Im Dezember und Januar folgen zwei alte Bekannte, die bereits in Kleve gastierten: Carmela de Feo (16. Dezember.) kommt mit ihrer neuen Show "Wünsch Dir was!" und Thomas Reis folgt am 20. Januar mit seinem Programm "Endlich 50". Beide in der Beuys-Aula. Seit 40 Jahren steht Arnulf Rating auf den deutschen Kabarettbühne. Einst mit den "Drei Tornados" unterwegs, kommt er mit seinem Programm "Tornado" am 5. Mai. Schmitz ehrt ihn als "alten Fuchs und Spötter der deutschen Kabarettszene". Den Abschluss der Kabarettsaison macht schließlich HG. Butzko, der sich Gedanken über "Menschliche Intelligenz oder: Wie blöd kann man sein" macht. So titelt jedenfalls das Programm des Trägers des Deutschen Kabarettpreises, der am, Freitag 8. Juni in Kleve ist. Abgeschlossen wird das Cinque-Jahr dann im September 2018 mit der großen Sommernacht. Und man fährt zur Weihnachtszeit in die Stunksitzung am 9. Dezember. Die Karten werden passend zum 11.11. am Turm angeboten. Um 11.11 Uhr versteht sich. Die Kabarettabende beginnen um 20 Uhr.

(mgr)