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Chancengleichheit: Caritas stellt FamilyPlus im Jugendhilfeausschuss Kleve vor

Jugendhilfeausschuss Kleve : Förderprogramm hilft Familien mit kleinen Kindern

Die Caritas stellte im Jugendhilfeausschuss „Familyplus“ vor, das in Kleve seit 2008 als präventives Familienbildungsprogramm angeboten wird.

(mgr) Es begann 2008 in Kleve als „Opstapje“ mit 30 Familien in Kleve und Goch: Aas Hilfe für junge Familien oder junge Mütter, ihr Kind besser unterstützen zu können, zu lernen, es im Spiel individuell zu fördern, ihm Sprache und Motorik beizubringen. Heute sind es 100 Familien – davon in Kleve 34, in Emmerich 13 und in Goch 22. Insgesamt haben die Betreuer bis heute 500 Familien erreicht. Das jetzt von der Caritas geführte Programm heißt heute Familyplus und dient gilt als präventives Familienbildungsprogramm zur frühen Förderung und Integration von Familien mit kleinen Kindern.

Gabi Fischer und Agnieszka Narog von der Caritas stellten Familiyplus jetzt im Jugendhilfeausschuss der Stadt Kleve vor. Familyplus beginnt seine Arbeit schon mit werdenden Müttern und bereitet die jungen Frauen auf das Kind und seine Förderung vor. Neben Hausbesuchen organisiert Familyplus auch Gruppentreffen zum Kennenlernen und zum Austausch. „80 Prozent der jungen Frauen kommen durch Mundpropaganda zu uns“, sagt Fischer. Andere dann durch Fachdienste oder die Jugendhilfe. Fischer berichtete, dass die Hochschule Rhein-Waal die Betroffenen online befragte. 61 Prozent der Betreuten haben ein Familieneinkommen von weniger als 2000 Euro oder beziehen SGB-II (Hartz IV) Mittel. Von den Befragten Müttern waren 93 Prozent mit den Antworten zu Entwicklungs- und Erziehungsfragen sehr zufrieden und sahen sich 91 Prozent bei Alltagsproblemen gut geholfen. 92 Prozent der Mütter sind der Überzeugung, dass Familyplus die geistige Entwicklung der Kinder gefördert und geholfen hat, dass die Kinder sich besser in Kita und Schule zurecht finden. Das gleiche Ergebnis attestiert man dem Programm in Sachen sozialer und emotionaler Entwicklung. Fischer zitierte eine Mutter: „Ich habe im entspannten Umgang gelernt, was mein Kind braucht“. Letzten Endes trage Familyplus dazu bei, die Chancengleichheit zu erhöhen. Dazu kann die Caritas auf ein internationales Team zurückgreifen, das zusammen zehn Sprachen beherrsche. Finanziert wird das in Kleve von der Stadt.