CDU-Kreistagsfraktion besucht Wirtschaftsförderung Wasserstoff ist das Zukunftsthema im Kreis Kleve

Kreis Kleve · Die CDU-Politiker waren zu Gast bei der Wirtschaftsförderungs-GmbH des Kreises. im Zentrum des Besuches standen Chancen und Herausforderungen der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger. Erste Unternehmen aus der Region nutzen bereits Wasserstoff.

 Wasserstoff als Energieträger der Zukunft, welche Möglichkeiten es für die Region gibt, wurde beim Treffen mit der Kreiswirtschaftsförderung erörtert.

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft, welche Möglichkeiten es für die Region gibt, wurde beim Treffen mit der Kreiswirtschaftsförderung erörtert.

Foto: dpa/Oliver Berg

Der Arbeitskreis Regionale Wirtschaftsförderung der CDU-Kreistagsfraktion Kleve traf sich mit Vertretern der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH (WfG). Zentrale Themen: Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und der Mangel an Arbeitskräften im Kreis Kleve.

Nach einer kurzen Vorstellung der vielen Aufgaben, Betätigungsfelder und Herausforderungen für die WfG durch Geschäftsführerin Brigitte Jansen berichtete Benedikt Rösen, seit Juni als Innovationsmanager Teil des WfG-Teams, über Chancen und Herausforderungen der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Im Mittelpunkt der Diskussion stand zunächst der branchenübergreifende Mangel an Arbeits- und Fachkräften. „Wir investieren viel Energie und Zeit, um junge Menschen über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren“, sagte Brigitte Jansen und nannte die Ausbildungsbörsen, Video-Clips oder den neuen Imagefilm zum Thema Pflege als Beispiele. Oft seien fehlende Leistungsbereitschaft oder mangelndes Durchhaltevermögen Ursachen für abgebrochene oder gar nicht erst begonnene Ausbildungen. Es sei wichtig, die jungen Menschen abzuholen, die die Wirtschaft dringend brauche, so Jansen.

Innovationsmanager Benedikt Rösen legte den Mitgliedern des Arbeitskreises die Technologien und deren Kosten dar, die es braucht, um Wasserstoff herzustellen, zu transportieren und zu lagern sowie schlussendlich auch zu nutzen. „Der so genannte grüne Wasserstoff ist grundsätzlich – ähnlich wie Erdgas - universell einsetzbar“, so Rösen. Allerdings sind zur Produktion von grünem Wasserstoff große Mengen an erneuerbaren Energien erforderlich. „Wasserstoff wird deshalb zunächst für Verbraucher verfügbar gemacht, die ihren Energiebedarf nicht allein durch elektrischen Strom decken können“, sagte Rösen.

Für die Zukunft aber räumte er ihm gute Chancen ein und zeigte sich zugleich überzeugt, dass insbesondere auch die Landwirtschaft bei der Energieerzeugung eine wichtige Rolle spielen werde. „Erste Unternehmen wie Wystrach und Chefs Culinar in Weeze, Kuster Energy in Kleve, Omexom in Uedem oder WSN in Kevelaer machen sich im Kreis Kleve schon auf den Weg“, so Rösen. „Die Voraussetzungen im Kreis sind gut, um weitere Aktivitäten zu bündeln und voranzutreiben.“ Hier komme der Wirtschaftsförderung eine Netzwerkrolle zu.

„Wir wollen das unterstützen, was Sie von hier aus auf den Weg bringen“, dankte Arbeitskreismitglied und Fraktionsvorsitzender Paul Düllings für die Erläuterungen und sagte für die weitere Arbeit der WfG die Rückendeckung der CDU-Fraktion zu.

(RP)
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