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CDU will Neubau der der St.Antonius-Grundschule Hau

Prüfantrag : CDU will Neubau der Grundschule Hau

Die St.-Antonius-Schule platzt aus allen Nähten. Jetzt fordert CDU-Fraktionschefin Silke Gorißen, dass das Gebäude abgerissen und ein neues, größeres in der Nähe der Dietmar-Müller-Halle errichtet wird.

Die Gemeinde Bedburg-Hau hat erhebliche Probleme mit ihren Grundschulen. Die Gebäude platzen aus allen Nähten, es gibt zu wenig Räume für zu viele Schüler. Politik und Verwaltung haben das erkannt und wollen tätig werden. Ein Schulentwicklungsplan soll her. Dabei geht es zunächst darum, eine Bestandsaufnahme zu machen. Doch das geht der CDU-Fraktion zu langsam. Sie ist am Dienstagabend im Gemeinderat vorgeprescht und schlug vor, eine Grundschule in der Ortschaft Hau neu zu bauen.

Fraktionschefin Silke Gorißen erläuterte, weshalb die CDU einen Neubau der St. Antonius-Grundschule will: „In den letzten Jahren hat sich Schule mehr und mehr verändert: Sei es die Betreuung vor dem Beginn des Unterrichts bis in den Nachmittag, das gemeinsame Mittagessen, die Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltung, Inklusion oder Ferienbetreuung der Schüler. Schule ist schon lange nicht mehr nur ein Ort zum Lernen, sondern auch ein Ort zum Leben – und dafür benötigt man ausreichend Platz“.

Dieser Platz ist allerdings Mangelware, auch anderswo in der Gemeinde. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses hatten Barbara Schmidt-Neubauer, Leiterin der St.-Markus-Grundschule, und Claudia Engemann, Leiterin der St.-Antonius-Grundschule Hau, von den Zuständen an ihren Schulen berichtet. „Wir platzen aus allen Nähten, streiten uns schon um die Räume“, sagte Barbara Schmidt-Neubauer. Es gebe keine Möglichkeiten für Besprechungen, außer im Lehrerzimmer. „Wenn Kinder krank werden, bringen wir sie auf eine Liege unter der Treppe, das ist wie bei Harry Potter“, so die Schulleiterin im Ausschuss. Ähnlich die Situation an der St.-Antonius-Grundschule. „Wir haben sehr kleine Klassenräume. Durch die Enge entstehen Konflikte. Wir haben keinen Platz für Gruppenarbeit“, so Engemann.

Zumindest für die St.-Antonius-Grundschule Hau sei eine Sanierung nicht sinnvoll, findet die CDU. Pressesprecher Jörg Keßler sagt: „Wir müssten erheblich investieren in Elektroarbeiten, hier würde viel Geld in ein altes Gebäude gesteckt werden, ohne dass wir damit überhaupt schon etwas an der Platznot geändert hätten.“

Für ihren geforderten Neubau favorisieren die Christdemokraten nun eine Nähe zur Dietmar-Müller-Sporthalle und zur Anton-Riepe-Sportstätte in Hau. Keßler erklärt: „Dies hätte den Vorteil, dass die Schulkinder nicht einen Großteil der Sportstunde verlieren, weil sie sich mit den Lehrern zu Fuß erst auf den Weg zu den Sportstätten begeben und auch den Rückweg einplanen müssen.“ Die Grundschule Hau verfügt über keine eigene Halle auf dem Grundschulgelände. Ein Umzug der Grundschule würde laut CDU-Fraktion zudem die Möglichkeit eröffnen, auf dem jetzigen Schulgelände Wohnbebauung zu planen. Zur nächsten Ratssitzung will die CDU ihre Forderung als Antrag vorlegen.

Zurück zum Schulentwicklungsplan: Die Fraktionen beschlossen einstimmig, das Konzept auf den Weg zu bringen. Zunächst sollen Angebote eingeholt werden, was die Erstellung kostet. Je nachdem, wie teuer das wird, behalten sich die Fraktionen vor, statt einen externen Gutachter einzuholen, die Verwaltung mit der Erstellung des Schulentwicklungsplans zu beauftragen.

Ein weiteres Schulthema waren die Elternbeiträge für den Offenen Ganztag. Die Anhebung der Beiträge wird das Defizit im Haushalt um knapp 70.000 Euro verringern. Die Fraktionen wollen im Herbst erneut beraten, ob die Beiträge wieder angepasst werden.