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CDU Kalkar will wieder die Mehrheit im Kalkarer Rat gewinnen

CDU Kalkar : CDU will wieder die Mehrheit im Rat

Die CDU Kalkar war bei der Kommunalwahl 2014 böse abgestraft worden. Jetzt wollen die Christdemokraten wieder nach vorne. Dazu soll nicht nur die Mehrheit im Stadtrat her, auch der Bürgermeister soll aus den eigenen Reihen kommen.

Die Kalkarer CDU will wieder den Platz im Rat der Stadt haben, den sie Jahrzehnte eingenommen hatte: Sie will die Mehrheit der Sitze und der Wahlkreise erobern, will wieder die politische Partei sein, die die Geschicke der Stadt rund um St.-Nicolai lenkt. Wie sie das erreichen will, stellte sie jetzt mit einem Sieben-Punkte-Programm im Gildenraum der Kalkarer Mühle vor. Das Programm wurde wegen der Corona-Beschränkungen im Vorstand beschlossen und nicht per Mitgliederversammlung.

Oben auf der CDU-Agenda in Kalkar steht die Einrichtung eines Ordnungs- und Sicherheitsdienstes nach Klever Vorbild. Man habe in Gesprächen mit Kalkarer Bürgern und aus dem Internet den Eindruck gewonnen, dass die Kalkarer die Sicherheit des öffentlichen Raumes nicht mehr ausreichend gewährleistet sehen, erklärt Elli van Gemmeren, die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes. Dieser OSD solle nicht nur in Angsträumen und auf als gefährlich anerkannten Plätzen Streife gehen, er solle als „Bindeglied zum Bürger“ für Probleme direkt vor Ort ansprechbar sein, so van Gemmeren. Ebenso werde man weiter für die Freiwillige Feuerwehr und den Malteser-Dienst eintreten: „Wir wollen den Erhalt aller Feuerwehrstandorte“, sagt Ansgar Boßmann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Kalkar. Und Bürgermeisterkandidat Sven Wolff, von Haus aus Polizeibeamter und gelernter Verwaltungswirt, fügt an: „Sicherheit ist ein extrem wichtiges Gut für jeden Bürger. Wir kümmern uns drum“.

In den Ortschaften pocht die Kalkarer CDU auf die kurzen Wege für kurze Beine – sie möchte die Schulen in allen Ortschaften erhalten und vor allem saniert wissen. Das gleiche gelte für Sport- und Bolzplätze. Das PZ im Schulzentrum am Bollwerk, das in Kalkar ja auch Bürgerbegegnungsstätte ist – soll als solches endlich grundsaniert werden. „Wir müssen an der Bühne arbeiten, die nicht auf dem neuesten Stand ist, die Gastronomie muss modernisiert und vor allem die Decke saniert werden“, sagt Boßmann. Er verstehe nicht, warum die Stadt da nicht im Rahmen der Schulsanierungen längst tätig geworden sei. Bei den Schulen läge der Fokus nach dem Ringtausch im städtischen Schulzentrum auf den Grundschulen in Appeldorn und Wissel.

Wirtschaft ist das dritte der sieben Themen: Hier möchte die CDU natürlich weiter den regionalen, besser noch den lokalen Einkauf unterstützen, sieht aber auch das eine oder andere Start-up in leerstehenden Geschäftslokalen unterkommen. Zusätzlich möchte man das Fachmarktzentrum und die City besser verbinden, so van Gemmeren.

Einen Klimanotstand auszurufen sei mit der CDU in Kalkar nicht drin, sagt der Vorstand. „Das ist nur Symbolpolitik – wir wollen stattdessen lieber Greifbares liefern“, sagt Boßmann. Als Beispiele sieht er vor, den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Kalkarer Dächern zu vereinfachen, E-Ladestationen und die Verhinderung von Schottergärten.

Den Wisseler See möchte die Kalkarer CDU unter den jetzigen Bedingungen auf keinen Fall verkaufen. „Wir denken da eher an ein eigenes touristisches Zentrum. Wie man das macht, können wir ja in Xanten sehen“, sagt Wolff. Für den Tourismus sollen Fahrradrouten besser erklärt werden. Es soll auch weiter bezahlbares Bauland in Kleve geben. Zudem möchten die Christdemokraten die Spielplätze modernisieren.