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CDU Kalkar stellt Bürgermeisterkandidat Sven Wolff auf

Lokalpolitik : 86,5 Prozent für Sven Wolff

Die CDU Kalkar hat den 45-jährigen zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt.

Nun steht fest, wer der Herausforderer von Britta Schulz vom Forum Kalkar sein wird: Sven Wolff geht für die CDU ins Rennen. Der 45-Jährige wurde am Donnerstagabend von seiner Partei im Landhaus Beckmann in Kehrum als Kandidat für die Kommunalwahl aufgestellt. Wolff bekam 86,5 Prozent der Stimmen. Für ihn votierten zwar nur 32 der 44 stimmberechtigten Mitglieder, aber die Enthaltungen zählen nicht mit. Die Vorsitzende Elli van Gemmeren zeigte sich im RP-Gespräch mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Ich bin happy darüber, dass die Versammlung so gut besucht und absolut harmonisch war.“ Kein anderer Interessent hatte sich etwa im letzten Moment selbst zur Wahl gestellt und auch der ermunternde Zuruf „Gerd?“ (Ex-Bürgermeister Gerhard Fonck) blieb ohne Folge. Sven Wolff war der einzige Kandidat und will es der Amtsinhaberin im Wahlkampf schwer machen.

Elli van Gemmeren hatte die Mitglieder der Senioren Union, der Jungen Union, den 2015 abgewählten CDU-Bürgermeister und die CDU-Landratskandidatin Silke Gorissen begrüßt. Rechtzeitig zur Wahl kam auch der in Kalkar lebende Kreisvorsitzende Norbert Bergmann. Klaus-Dieter Leusch hatte die Rolle des Versammlungsleiters übernommen. Bevor die Stimmen eingesammelt wurden, sprach Silke Gorissen noch einige aufmunternde Worte und drückte ihre Hoffnung aus, dass es in Kalkar gelingen werde, Ratsmandate und das Amt des Bürgermeisters zurück zu gewinnen.

Sven Wolff zitierte in seiner Antrittsrede kluge Chinesen, Indianer sowie Theodor Heuss und spielte dabei nicht zuletzt mit seinem Namen: Der Wolff sei voller Kraft, selbstbewusst aber nur im Rudel. In diesem Sinne vertraue er im Wahlkampf auf gute Unterstützung durch seine Partei. Inhaltlich kündigte der Polizeibeamte und Diplom-Verwaltungswirt an, sich als Bürgermeister für die öffentliche Sicherheit einsetzen zu wollen, zum Beispiel möchte er einen örtlichen Sicherheitsdienst einsetzen, der insbesondere in den Abendstunden Präsenz zeigt. Die Verwaltung müsse weiter modernisiert werden, eventuell seien ein oder zwei Stellen einsparen. Digitalisierung ist ihm wichtig, der Erhalt aller Grundschulen sowie gute Sportanlagen. Auch müsse man grüne Themen stärker aufnehmen.