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CDU Kalkar hat einen ersten Bewerber fürs Bürgermeisteramt: Sven Wolff

CDU Kalkar : Sven Wolff will Bürgermeister in Kalkar werden

Ein erster CDU-Bewerber als Herausforderer von Amtsinhaberin Britta Schulz ist gefunden.

Er ist noch keine zwei Jahre im Rat, aber die Lokalpolitik hat ihn gepackt. Sven Wolff, als Nachfolger von Irene Märker Anfang 2018 in die Fraktion gekommen, hat den Parteivorstand wissen lassen, dass er Bürgermeister werden möchte. Auf der Mitgliederversammlung stellte er sich der Kalkarer CDU am Mittwochabend als Bewerber vor. Es muss nicht unbedingt bei einem Interessenten bleiben. Laut der Parteivorsitzenden Elli van Gemmeren können sich weitere Bewerber bis zum 15. Januar, streng genommen sogar bis zur Aufstellungsversammlung, die kurz nach Karneval stattfinden soll, melden. „Wir haben uns zu einem offenen und transparenten Verfahren entschlossen. Dazu gehört, dass jedes Mitglied seinen Hut in den Ring werfen kann.“

Sven Wolff hat das nun getan. „Sein Interesse hatte er schon vor einer Weile bekundet, wir haben natürlich auch mit anderen gesprochen, aber das ist nicht so einfach“, sagt van Gemmeren. Denn die Partei wolle einen Kandidaten mit einer gewissen Expertise. Der Polizeibeamte Wolff habe ein Verwaltungsstudium – anders als sie selbst etwa. „Wenn wir der amtierenden Bürgermeisterin mangelnde Sachkenntnis vorwerfen, sollten wir jemanden aufstellen, der da mehr zu bieten hat.“

Die Vorsitzende weiß, dass ihre Partei bei der letzten Kommunalwahl ordentlich Federn gelassen hat. „Viele Bürger sind enttäuscht darüber, dass wir keine Verantwortung mehr tragen, uns Mehrheiten suchen müssen, nicht den Bürgermeister stellen, wie es jahrzehntelang doch ganz selbstverständlich der Fall war. Der Parteivorstand hat durchaus darüber nachgedacht, ob wir überhaupt einen eigenen Kandidaten aufstellen sollen, aber wir finden, dass wir das unseren Mitgliedern schuldig sind. Und ganz ehrlich: Nach der Klatsche der letzten Wahl können wir doch frei aufspielen; wir haben nichts zu verlieren“, findet Elli van Gemmeren.

Sven Wolff jedenfalls ist zuversichtlich, der richtige Mann zu sein. Er ist bislang, wie er betont, nicht „der Kandidat der CDU“, er habe sich nur als Bewerber vorgestellt. Es gelte ja das „offene und transparente Verfahren“; streng genommen kann sich auch noch jemand bei der Aufstellungsversammlung melden.

Allzu Konkretes über seine Ideen und Wünsche hat Wolff noch nicht zu berichten, vor allem gehe es ihm darum, mehr Verwaltungskompetenz ins Rathaus zu bringen. Sein Fachhochschulstudium, das Voraussetzung war, um im Polizeidienst aufzusteigen, biete da eine gute Grundlage. Sven Wolff ist im operativen Dienst für die Kriminalpolizei tätig und leitet aus seiner beruflichen Tätigkeit auch ein besonders intensiv ausgebildetes Interesse ab: „Sich auf die öffentliche Sicherheit verlassen zu können ist für die Bürger wichtig. Ich würde in jedem Fall den Ordnungsdienst ausbauen, um das gute Gefühl der Menschen zu stärken.“

Ansonsten sind Sven Wolff die Schulen wichtig, insbesondere möchte er alles dafür tun, dass die Grundschulen in Wissel und Appeldorn langfristig erhalten bleiben. Natürlich müsse Kalkar mehr für die Umwelt, wozu es bestimmt sinnvoll sei, sich der fachlichen Kompetenz der Grünen zu bedienen; er wolle da bald Gespräche führen.