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Caritas-Vorstand blickt zurück auf das Corona-Jahr 2020

Wohlfahrtsverbände : Caritas: Weniger Beratungen im Corona-Jahr

Caritas-Vorstand Rainer Borsch und Ulrich Bergmann, Vorsitzender des Caritasrates, blickten auf das Corona-Jahr 2020. Kurt Kreiten ist neuer Stellvertreter im Caritasrat.

(RP) Das Sozialkaufhaus Palette wird ab 2022 nur noch vom Caritasverband Kleve betrieben, die Diakonie im Kirchenkreis Kleve zieht sich zurück. Der Standort in Goch wurde inzwischen aufgegeben, die dort beschäftigten Mitarbeitenden wechselten nach Kleve und Emmerich. Caritas-Vorstand Rainer Borsch und Ulrich Bergmann, Vorsitzender des Aufsichtsgremiums Caritasrates, blickten jetzt bei der Delegiertenversammlung der Caritas auf wichtige Entscheidungen 2020, wie die zur Palette,  zurück und wagten zugleich einen Ausblick. Rund 650.000 Euro sollen 2021 investiert werden. Neuer stellvertretender Vorsitzender des Caritasrates ist Dr. Kurt Kreiten, bisheriger Vertreter war Hans-Josef Oberbanscheidt, der im Juni 2021 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Er wurde im September 2021 ins Amt gewählt.

„Die Corona-Pandemie hat in fast allen Leistungsbereichen zu Einbußen geführt. Obwohl alle Bereiche ihre Dienste auch im ,Lockdown‘ angeboten haben, wurden sie weniger nachgefragt“, so das Fazit  von Vorstand Borsch. Beispiel Pflegeberatungen: Gab es 2019 noch fast 3800 Beratungen, waren es 2020 nur etwas mehr als 1600. Auch das Kontaktcafé an der Hoffmannallee, ein niedrigschwelliges Angebot für Rat- und Hilfesuchende, verzeichnete durch eingeschränkte Öffnungszeiten deutliche Besuchereinbußen. Abseits der Corona-Pandemie gab es 2020 aber auch Gutes zu berichten: So wurde die Caritas-Tagespflege St. Vinzenz in Emmerich am Rhein im Oktober eröffnet.

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Verabschiedet hat sich der Verband von Helmut van Kempen. Der Bereichsleiter für die ambulante Jugendhilfe ging im Juni 2020 nach fast 30 Jahren im Dienst bei der Caritas in den Ruhestand. So ist es wirtschaftlich um die Caritas Kleve bestellt: Das Jahr 2020 schloss mit fast 304.000 Euro positiv ab. Durch die Corona-Pandemie gab es zwar Einnahmeverluste, doch diese wurden überwiegend durch verschiedene öffentliche Ausgleichszahlungen aufgefangen. Demnach stiegen die Gesamterträge von 24,2 Millionen Euro im Jahr 2019 auf fast 25 Millionen Euro in 2020. Die höchsten Einnahmen erzielte die ambulante Pflege mit Erträgen von mehr als 9,2 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss wird dem Eigenkapital des Vereins zugeführt. Dieses steigt dadurch auf 5,6 Millionen Euro.

Positiv entwickelt hat sich auch die Tochtergesellschaft, die Caritas Altenhilfe St. Martinus gGmbH (51 Prozent Beteiligung). Der Jahresüberschuss stieg von etwas mehr als 307.000 Euro auf knapp 319.000 Euro.

(RP)