Kreis Kleve: Campus hilft Hochschule

Kreis Kleve : Campus hilft Hochschule

Der Förderverein Campus-Cleve stellte 2011 für die Studierenden der Hochschule Rhein-Waal 146 000 Euro zur Verfügung. Der Verein wächst. Das Ziel der Förderung ist die Zusammenführung von Studenten und Wirtschaft.

Sie sind die Unterstützer der Hochschule Rhein-Waal im Kreis Kleve: die Freunde vom Campus-Cleve. Campus-Vorsitzender Peter Wack und -Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers legten gestern mit Blick auf die Eröffnung der neuen Hochschule im Hafen der Kreisstadt eine beachtliche Bilanz allein des vergangenen Jahres vor, wie die Freunde des Campus-Cleve die Hochschule im Kreis Kleve unterstützt haben. Von den 162 Mitgliedern (Tendenz steigend) sind 100 Firmen in dem Verein organisiert. Denn seine vornehmliche Aufgabe sieht der Verein darin, als Mittler zwischen Kreis Klever Wirtschaft und den Studenten aufzutreten.

"Wir haben auf unserer Liste 200 Firmen, die Praktikumsplätze für die verschiedenen Studiengänge anbieten", sagen Wack und Kuypers. Auch hier ist die Zahl steigend. Damit will der Verein garantieren, dass die schon in der Hochschulbewerbung formulierte Praxisnähe und die Verzahnung mit der Wirtschaft nicht nur papierne Bekenntnisse sind. Die einzelnen Betriebe können auf der neuen Internetseite abgerufen werden.

Doch der Verein wurde nicht nur als Mittler zwischen Studierenden und Betrieben im Kreis Kleve tätig. "146 000 Euro hat der Förderverein allein im vergangenen Jahr für die Hochschule und ihre Studierenden zur Verfügung gestellt", sagt Kuypers. Geld, das in großen Teilen auch direkt bei den Studierenden ankommt: "Es sind hauptsächlich Stipendien und die Stiftungsprofessur, die wir unterstützen", sagt Wack.

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Bei den Stipendien werden von einem Landesprogramm 150 Euro monatlich für einen Studenten zur Verfügung gestellt. Diese Summe gibt es aber nur, wenn ein Mäzen/Sponsor weitere 150 Euro dazugibt. "Das machen wir gerne oder suchen Sponsoren aus unserem Mitgliederkreis. So wie wir jetzt wieder eine Zusage von Zahnwelten Paessens bekommen haben, einen Studenten zu unterstützen", sagt Wack.

Die hohe Summe von knapp 150 000 Euro könne man natürlich nicht aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren, sagt Kuypers. Hier hofft der Verein langfristig auch auf Spenden, für die es natürlich die steuerlich wichtige Bescheinigung gibt. Bis jetzt habe die große Nähe zu den Kreditinstituten, vor allem der Sparkasse und der Volksbank, geholfen, erklärt Kuypers.

Wack rechnet in den kommenden Jahren mit bis zu 3000 Studenten allein auf dem Hochschulgelände in Kleve. Deshalb sei es wichtig, einen Verein mit lokalem Bezug zu haben, der sich ausschließlich um den Klever Standort der HRW kümmere. Angesichts der Eröffnung der neuen Gebäude auf dem Campus-Gelände hat der Verein auch seine Internet-Seite generalüberholt, die jetzt einfach gepflegt werden kann. Dort finden die Studierenden auch die Adressen der Firmen, die Praktikumsplätze bieten, sie können die Firmenporträts aus der RP-Serie Campus-Cleve dort ebenso nachlesen wie sie eine Bildergalerie mit den Aktivitäten finden. So von der letzten Veranstaltung "Studierende treffen Wirtschaft".

Einen Anlaufpunkt auf dem Hochschul-Gelände hat der Campus nicht. Das wäre zu teuer, rechnet Kuypers vor. Wacks Traum wäre die Herrichtung des Hafenmeisterhäuschens für den Verein.

(RP)