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Bundestagswahl: Der Kreis Kleve hat 225.772 Wahlberechtigte

Bundestagswahl : Kreis Kleve hat 225.772 Wahlberechtigte

Die Zahl der Bürger, die am 26. September bei der Bundestagswahl im Kreis zur Urne gehen können, ist leicht gesunken. 10.948 Menschen sind Erstwähler, das sind 4,84 Prozent aller Wahlberechtigten.

Bei der kommenden Bundestagswahl in knapp sieben Wochen haben 225.772 Kreis Klever Bürgerinnen und Bürger das Recht, ein Kreuz bei einem Kandidaten und einer Partei zu machen. Die Zahl gab am Mittwoch, 4. August, der Kreis Kleve bekannt. Bis jetzt ist der Wahlkampf im Kreis Kleve noch nicht so richtig in Fahrt gekommen und wartet auf das Ferienende in knapp zwei Wochen. Jüngst hatte der Kreis auch die acht Kandidaten vorgestellt, die vom Wahlausschuss zugelassen sind und versuchen wollen, direkt aus dem Kreis Kleve in den Bundestag einzuziehen.

Die beiden Volksparteien schicken politische Schwergewichte ins Rennen: Da ist der noch junge „Platzhisch“ Stefan Rouenhoff, der seine erste Legislaturperiode bald hinter sich hat und sich als Nachfolger von Ronald Pofalla 2017 gegen die damalige Umwelt-Ministerin Barbara Hendricks (SPD) durchsetzte, die immerhin maßgeblich beim Pariser Klimaschutzabkommen dabei war. Bodo Wißen geht für die SPD ins Rennen und ist lange im politischen Geschäft. Wie Rouenhoff hat auch der SPD-Kandidat Erfahrungen in Brüssel gesammelt und war unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Mitglied des Landtags in Düsseldorf. Die Grünen hatten 2017 mit Bruno Jöbkes bei der Wahl zum Bundestag einen aussichtsreichen Kandidaten dabei, der über die Liste eine Chance hatte, als Kandidat in den Bundestag zu ziehen. Doch die Grünen konnten ihre auch damals guten Prognosen bei der Wahl nicht bestätigen. Jetzt tritt mit Friederike Janitza eine im Kreis kaum bekannte Kandidatin an. Hoffnungen auf möglichst viele Stimmen machen sich auch Georg Cluse (FDP), Gerd Plorin (AfD), Norbert Hayduk (Linke), Johanna Hellmann (Freie Wähler) und Andreas Horst-Reiß (dieBasis).

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Gut sieben Wochen haben die acht Kandidaten noch Zeit, die Wähler zu überzeugen und möglichst viele der 225.772 Bürgerinnen und Bürger im Kreis für sich zu gewinnen, wenn diese ihre Stimme zur Wahl des Bundestages abgeben. Ruth Keuken, Sprecherin des Kreises Kleve, hat die neuesten Zahlen der Wahlberechtigten im Kreis Kleve gesammelt und in den einzelnen Kommunen jetzt vorgelegt. Zugrunde liege eine aktuelle Abfrage des Kreises Kleve, so Keuken. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ist die Anzahl der Wahlberechtigten gleicht gesunken (2017 waren es 226.122 wahlberechtigte Menschen).

10.948 oder 4,84 Prozent der Wahlberechtigten sind im September so genannte „Erstwähler“. Der Anteil der Erstwähler an den Wahlberechtigten reicht im Kreis Kleve von 4,19 Prozent in Rheurdt (223 Erstwähler) bis zu 5,36 Prozent in Weeze (399). Damit ist die Zahl der Erstwähler im Vergleich zu den vorherigen Bundestagswahlen weiter gesunken (2017: 12.191 bzw. 5,29 Prozent / 2013: 13.937 bzw. 6,17 Prozent). Kreisweit gibt es bei der Bundestagswahl 199 Urnenwahlbezirke. Die meisten Wahlberechtigten hat die größte Stadt im Kreis: 34.814 Menschen in der Kreisstadt Kleve dürfen am 26. September zur Urne gehen. Und das in 25 Urnenwahlbezirken – oder eben per Briefwahl.

Die Wahlberechtigten in den einzelnen Kommunen: In Bedburg-Hau haben 9916 Bürger das Recht, zur Wahl zu gehen, in Emmerich sind’s 19.128 und in Geldern 25.503. Es folgt Goch mit 24.901 Wahlberechtigten. In Issum dürfen 9713 an die Urne, in Kalkar 10.476 und in Kerken 10.204. Die kleineren Gemeinden Kranenburg (6031), Rheurdt (5327), Uedem (6325) und Wachtendonk (6250) haben die wenigsten wahlberechtigten Einwohner. Kevelaer als Stadt kommt wieder auf 20.933 Menschen, die das Alter zum Urnengang haben und in Weeze sind es schließlich 7447.

In diesem Jahr wird wie bei den vorangegangenen Wahlen in Zeiten von Corona auch wieder mit einer regen Beteiligung von Briefwählern gerechnet. „Die Zahlen zu den angeforderten Briefwahlunterlagen werden wir zum Stichtag 9. September bei den Kommunen abfragen, damit diese Zahlen mit den bei den Bundeswahlen 2017 und 2013 ermittelten Zahlen vergleichbar sind“, erklärt Keuken. Das ist dann jeweils 17 Tage vor der Wahl.