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Bundestagswahl 2021: CDU bleibt stärkste Kraft im Kreis Kleve

Bundestagswahl 2021 : CDU bleibt stärkste Kraft im Kreis Kleve

Trotz großer Verluste hat Amtsinhaber Stefan Rouenhoff sein Bundestagsmandat verteidigen können, auch bei den Zweitstimmen sind die Christdemokraten vorne. Die SPD landet auf dem zweiten Platz, holt im Kreis Kleve aber mehr Prozentpunkte als die Partei auf Bundesebene.

Trotz erheblicher Verluste bleibt die CDU stärkste Kraft im Kreis Kleve. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff kann seine zweite Amtszeit antreten, der 42-Jährige aus Goch erzielte 37,59 Prozent der Erststimmen (276 von 276 Stimmbezirken ausgezählt). Damit konnte Rouenhoff mehr Wähler auf sich vereinen als die Partei Zweitstimmen. Insgesamt holten die Christdemokraten dort 32,28 Prozent.

Davon ist die SPD im Kreis Kleve nicht mehr dramatisch weit entfernt: Sie konnte 28,18 Prozent der Zweitstimmen holen und wird politisch zweitstärkste Kraft – mit großem Abstand auf die weiteren Plätze. Bei den Erststimmen, die darüber entscheiden, welcher Direktkandidat aus dem Kreis Kleve in den Bundestag geschickt wird, ist die Entscheidung deutlicher ausgefallen. Bodo Wißen aus Rees holte 28,41 Prozent der Stimmen, der 47-Jährige konnte Stefan Rouenhoff damit nicht mehr gefährlich werden.

CDU und SPD schneiden besser ab als auf Bundesebene, trotzdem wird der Kreis Kleve politisch bunter. Drittstärkste Kraft werden die Grünen mit 13,89 Prozent der Stimmen, ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl im Kreis Kleve. Mit 13,85 Prozent praktisch identisch kommt die Grünen-Direktkandidatin Friederike Janitza aus Rheurdt ins Ziel. Die FDP bleibt mit 11,51 Prozent der Zweitstimmen zwar zweistellig, aber hinter dem Vorjahres-Ergebnis (13,53 Prozent) zurück. FDP-Kandidat Georg Cluse hat bei den Erststimmen  mit 8,75 Prozent abgeschnitten, aber besser als Ralf Klapdor im Jahr 2017 (7,59 Prozent).

 Im Klever Tichelpark nahm SPD-Kandidat Bodo Wißen seine Niederlage sportlich. Immerhin hat seine Partei bundesweit sehr gut abgeschnitten.
Im Klever Tichelpark nahm SPD-Kandidat Bodo Wißen seine Niederlage sportlich. Immerhin hat seine Partei bundesweit sehr gut abgeschnitten. Foto: Markus van Offern (mvo)
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Die AfD im Kreis Kleve verliert leicht an Zustimmung und landet unter sechs Prozent. Das gilt auch für den Direktkandidaten Gerd Plorin, der ebenfalls schlechter abschneidet als er es noch im Jahr 2017 getan hatte. Auch die Linke im Kreis Kleve verliert und landet am Ende bei 2,79 Prozent. Kandidat Norbert Hayduk aus Geldern bekommt 2,50 Prozent der Stimmen.

Insgesamt acht Parteien im Kreis Kleve waren mit Direktkandidaten zur Bundestagswahl angetreten. Neben CDU, SPD, Grünen, FDP, AfD und den Linken auch die Freien Wähler und die Basis. Für die Freien Wähler hatte Hanneke Hellmann ihren Hut in den Ring geworfen. Eine der bekanntesten Bürgerinnen Gelderns konnte politisch im Kreis Kleve allerdings nicht punkten. 2 Prozent holte Hellmann, schlechter schnitt die Partei bei den Zweitstimmen ab: Dort holte sie 0,88 Prozent. Die noch junge Partei die Basis war mit Kandidat Andreas Reiß aus Rheurdt ins Rennen gegangen. Er holte auf Anhieb 1,11 Prozent der Stimmen. Seine Partei, die aus dem Umfeld der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegründet wurde, kam im Kreis Kleve auf 0,96 Prozent der Zweitstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,90 Prozent (2017: 74,77).

Der Kreis Kleve wird nur von Stefan Rouenhoff (CDU) im Bundestag vertreten sein. Auf der SPD-Landesliste haben Bodo Wißen (Platz 37) und Jörg Lorenz (Platz 66) den Einzug verpasst. Die Freien Wähler scheitern bundesweit an der Fünf-Prozent-Hürde.