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Bundespolizeiinspektion Kleve hat einen neuen Chef.

Grenzschutz : Klever Bundespolizei unter neuer Leitung

Christian Neubert besitzt 20 Jahre Führungserfahrung und ist jetzt Vorgesetzter von 270 Mitarbeitern.

Sagt die Farbe von Schulterklappen etwas über die Bedeutung einer Veranstaltung von Polizei, Bundeswehr oder Bundespolizei aus, so war das Ereignis im Haus Schmidthausen ein besonderes. Etliche Grenzschützer mit goldenen Abzeichen waren gekommen, um Christian Neubert zu gratulieren. Der 44-Jährige wurde als neuer Chef der Bundespolizei Kleve in sein Amt eingeführt. Reichlich Glückwünsche zu der Dienststellenleitung bekam der Polizeioberrat nicht allein von deutschen Kollegen. Wie sich die Aufgaben der ehemaligen Grenzschützer verändert haben, zeigt, dass auch mehrere niederländische Beamte dabei waren, um Neubert zu gratulieren.

Dass Neubert jetzt Chef der Klever Behörde ist, war ein Zufall. Denn der Weg zur Bundespolizei war kein gradliniger. „Ich hatte ein Chemie-Studium begonnen. Als ich einen Freund besuchte, lag bei ihm ein Flyer der Bundespolizei auf dem Tisch“, sagt der 44-Jährige. Er beließ es nicht bei einem flüchtigen Blick, sondern startete seine berufliche Karriere. Bis er in Kleve landete, zog Neubert quer durch die Republik – Elten, Kleve, Aachen, Lübeck, Swisttal, München und Düsseldorf waren einige seiner Stationen. Zu Hause ist der neue Behördenleiter jetzt in Kempen.

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Dass Neubert nicht nur örtlich und beruflich gut unterwegs ist, zeigt sein Hobby. So war er jahrelang Schiedsrichter in der Eishockey-Bundesliga und auch bei internationalen Spielen im Einsatz.

Was auf ihn in Kleve zukommt, beschrieb Andreas Jung, Präsident der Bundespolizeidirektion St. Augustin. So ist die an der Emmericher Straße gelegene Inspektion unter anderem für die Landkreise Kleve, Wesel und Borken zuständig. Kümmert sich um 280 Kilometer Grenze zu den Niederlanden, 298 Kilometer Bahnstrecke und 38 Bahnhöfe und Haltepunkte.

Eine der wohl weitesten Anreisen hatte eine Gruppe, die der Amtseinführung einen kulturellen Rahmen gab. So war die Jazz-Combo des Bundespolizeiorchesters aus Hannover nach Kleve gekommen, um nach jeder Begrüßungsrede die Worte sacken zu lassen. Das Repertoire der Musiker war umfangreich von „Mission Impossible“ über den deutschen Liedermacher Joris bis zur Nationalhymne – war für jeden der Gäste etwas dabei.

Was das Aufgabengebiet betrifft, so hat sich das für den Polizeioberrat in nahezu allen Bereichen erweitert. Allein ein Gebiet nicht. Während seiner Zeit in München und Düsseldorf war er an den Flughäfen im Einsatz. In dem Fall wird das Arbeitsaufkommen geringer ausfallen. Denn für den Airport Weeze ist der neue Chef ebenfalls verantwortlich.