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Bürgermeisterin dankt Ersatz-Team der Tafel Kalkar

Sechs Wochen voller Einsatz : Dank an Kalkars „Tafel-Ersatz-Team“

Sechs Wochen lang organisierten die fürs angestammte Team eingesprungenen Helfer die Ausgabe der Lebensmittel im „Treff 57“. Ab dieser Woche wird wieder die alte Ausgabestelle am Markt Altkalkar genutzt.

Häufig sind Ehrenamtler schon ein wenig älter – etwa Rentner, die mehr Zeit haben als Berufstätige. So geht es auch dem Kalkarer Tafel-Team, das deshalb in der Corona-Zeit pausierte, weil Ältere ja eine Risikogruppe darstellen. Inzwischen ist ein Hygienekonzept erarbeitet, und die Helfer machen weiter. Zwischenzeitlich aber hatten sie engagierten Ersatz: Eine Gruppe um Kai-Uwe Ekers und Manuela Bühner-Lankhorst übernahm die Aufgabe, Nahrungsmittel-Spenden einzusammeln und an Bedürftige auszugeben. Sie taten das in den Räumen des „Treff 57“ an der Monrestraße. Bürgermeisterin Britta Schulz nutzte die jüngste Ausgabe, um sich bei den Helfern zu bedanken.

„Was Sie getan haben, ist toll: Sie haben nach Ferierabend Ihre Zeit investiert, um Menschen, die auf diese Unterstützung warten, zu helfen. Und zwar nicht mal eben, sondern verlässlich über sechs Wochen hinweg. Das ist bemerkenswert und dafür danke ich Ihnen im Namen der Bürger ganz herzlich“, sagte Schulz. Tatsächlich waren im Schnitt zehn Männer und Frauen fast täglich damit befasst, die Supermärkte anzufahren, Spenden entgegenzunehmen, sie zu sortieren, zu kühlen und schließlich zweimal in der Woche an die Kundschaft abzugeben.

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Das Haus Monrestraße 57 wurde vor Jahren auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung von der Stadt angemietet, um den Migranten eine Anlaufstelle zu bieten. Inzwischen werden die Räume nicht mehr benötigt und standen deshalb in den vergangenen Wochen für den Tafel-Ersatz bereit. Vermutlich wird sich die Stadt davon trennen.

Nun ist die Lebensmittel-Ausgabe wieder am Markt in Altkalkar. Rainer Jürgenliemk und Angelika Schulz samt ihrer Mitarbeiter haben die dortigen Räume coronagerecht gestaltet und wissen, wie sie die Ansteckungsgefahr minimieren können. Rund 50 Haushalte werden von ihnen mit Lebensmitteln versorgt, dienstags und freitags von nun an wieder am gewohnten Ort. Für das eingesprungene Team gab’s als Dankeschön Schokolade.