Kalkar Buchwald zieht in Kalkar um

Kalkar · Familienunternehmen Buchwald verlagert den Betrieb vom Wohngebiet in der Talstraße ins Gewerbegebiet "Auf dem Großen Damm". Dadurch entstehen 20 neue Grundstücke für den Bau von Einfamilien- und Doppelhaushälften.

 Freuen sich über den Umzug (von links): Brigitte Jansen, Gerhard Fonck und Wilhelm Buchwald.

Freuen sich über den Umzug (von links): Brigitte Jansen, Gerhard Fonck und Wilhelm Buchwald.

Foto: Gottfried Evers

Mit der Verlagerung des Kalkarer Malerfachbetriebes und Gerüstbauunternehmens Buchwald GmbH von der Talstraße in die unmittelbare Nachbarschaft ins Gewerbegebiet "Auf dem Großen Damm" ist das letzte große Grundstück in diesem Gelände verkauft worden.

Die Firmenfläche werde damit von 5000 auf 9480 Quadratmeter nahezu verdoppelt, sagte gestern Kalkars Bürgermeister Gerhard Fonck. Im März 2013 solle der Betrieb an neuer Stelle eröffnet worden, stellte der Firmeninhaber und Geschäftsführer Wilhelm Buchwald den Zeitplan vor. Am 1. April solle dann der alte Betrieb abgerissen werden, so Fonck. Wenn das Unternehmen umgezogen sei, werde an der Talstraße und am Dammweg in Altkalkar ein reines Wohngebiet entstehen.

"Das Planverfahren dafür läuft bereits, so dass die Vermarktung der Grundstücke noch im Jahr 2013 erfolgen kann", ergänzte der Bürgermeister. 20 Flächen unterschiedlicher Größe für Doppel- und Einfamilienhäuser entstünden am Dammweg und an der Talstraße. Die Fläche dafür betrage 9500 Quadratmeter, sagte Fonck. Zwar nutze Buchwald nur 5000 Quadratmeter, aber durch den Abriss des Lärmschutzwalls für das angrenzende Wohngebiet erhöhe sich die Geländegröße auf 9500 Quadratmeter.

Auch wenn das Familienunternehmen das "letzte große Grundstück" im Gewerbegebiet "Auf dem Großen Damm" bebauen wird — es stehen noch zwei Kaufverträge zwischen Firmen und Stadt an. Wie der Bürgermeister weiter berichtete, handelt es sich um ein junges Unternehmen und um einen Betrieb aus dem Gründer- und Gewerbezentrum Kehrum. Buchwald hätte auch ins Gewerbegebiet Kehrum ziehen können, als Kalkarer wollten sie aber lieber in Stadtnähe bleiben, erklärte Fonck. Wenn sich Buchwald und die beiden anderen Firmen angesiedelt hätten, gäbe es nur noch eine Fläche von 6500 Quadratmetern im Gewerbegebiet "Auf dem Großen Damm".

"Wenn die verkauft sind, gibt es hier kein Grundstück mehr", erklärte der Bürgermeister. Dann fehlten künftig Gewerbeflächen in Kalkar, so die Wirtschaftsförderin Brigitte Jansen. Die Stadt hat für neue Firmen Grundstücke entlang der B 57 hinter Evers&Seitz im Auge. "Wir werden dann bei der Bezirksregierung beantragen, das Gelände aus dem virtuellen Gewerbeflächenpool abzubuchen", sagte Stadtoberbaurat Frank Sundermann. Erst wenn es Interessenten gebe, könne Kalkar die Grundstücke von drei Hektar aus dem Topf nehmen.

Der Unterschied zum jetzigen Verfahren sei, dass erst bei Zustimmung der Bezirksregierung der Flächennutzungsplan (FNP) geändert werden müsse — und damit keine Grundstücks-Bevorratung wie bisher durch den FNP stattfinde.

(RP/rl)
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