Kleve: Blaue Stunde im Kleverland

Kleve: Blaue Stunde im Kleverland

Wenn einem das Blaue vom Himmel erzählt wird, so kann das unterhaltsam sein, gelogen ist es dennoch. So schön ein Blau auch anzusehen sein mag, in der Farbenlehre steht es für die Täuschung.

Echt sind die hier präsentierten zwölf Aufnahmen aus dem Klever Land. Sie sind zu einem Zeitpunkt entstanden, kurz bevor die Nacht endgültig den Tag besiegt hat. Es ist das letzte Licht, was den Himmel noch leicht leuchten lässt.

Sollen vermarktet werden, die alten Jugendstilvillen der LVR-Klinik Foto: van Offern, Markus (mvo)

Diese Phase nennt man auch "die blaue Stunde", obwohl sie gar keine Stunde lang ist. Ende September und Anfang Oktober sind die Bilder des RP-Fotografen Markus van Offern entstanden. Der hatte etwa 20 Minuten Zeit, um ein Motive in das rechte Licht zu setzen. Die Bilder zeigen bedeutende Bauten aus den sechs Kommunen Kleve, Goch, Kalkar, Kranenburg, Bedburg-Hau und Uedem.

Foto: van Offern, Markus (mvo)

Der Ausdruck "blaue Stunde" wird nicht nur benutzt, um den schönen Himmel während der Dämmerung zu beschreiben. Besser zu packen ist der Begriff, wenn er in unmittelbarer Umgebung etwa von Hotel- oder Strandbars fällt. Abgleitet ist die Beschreibung "Blaue Stunde" in dem Fall von der "Happy Hour". Also den 60 Minuten, in denen die begehrten Getränke mit Schirmchen zum halben Preis angeboten werden.

Die Uedemer Pfarrkirche St. Laurentius mit ihren zwei prägnanten Türmen. Foto: van Offern, Markus (mvo)

Wer eine blaue Stunde sehen will, der hat dazu täglich zweimal Gelegenheit: Denn wenn der Tag kommt, kann man ebenso ein blaues Wunder erleben.

St-Antonius Hau war einer der letzten Kirchenneubauten in der Region. Foto: van Offern, Markus (mvo)

(peja)

Schräg im Bild: Die Klever Schwanenburg ist Gerichtssitz und zugleich Wahrzeichen. Foto: van Offern, Markus (mvo)
(RP)