Erneuerbare Energien Bistum hält Photovoltaik-Anlagen auf Kirchen für „genehmigungsfähig“

Kreis Kleve · Das Bistum Münster will auf erneuerbare Energien setzen. Dabei sind auch Photovoltaik-Anlagen auf Sakralbauten möglich, wie es heißt.

Photovoltaik auf Kirchen? Nicht unmöglich, sagt das Bistum.

Photovoltaik auf Kirchen? Nicht unmöglich, sagt das Bistum.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

„Die Nutzung erneuerbarer Energien ist ein wertvoller Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, die zum Auftrag der christlichen Kirchen gehört“, heißt es in einer Mitteilung. Dafür habe das Bistum unter anderem seine Zustimmung zu Photovoltaik-Anlagen an und auf Gebäuden und Grundstücken von Kirchengemeinden in Aussicht gestellt. Im nordrhein-westfälischen Bistumsteil ist Photovoltaik (PV) über kirchengemeindliche profane – also „weltlich“ genutzte – Immobilien hinaus auch auf und an Sakralgebäuden sowie auf kirchengemeindlichen Freiflächen grundsätzlich genehmigungsfähig.

Das Bistum muss als kirchliche Aufsichtsbehörde entsprechende Anlagen genehmigen. Die jetzt mögliche Genehmigung von PV-Anlagen auf Freiflächen, beispielsweise entlang von Straßen oder auf landwirtschaftlichen Flächen, schließt Agro-PV-Anlagen ein. Unter diesen kann aufgrund ihrer Höhe weiter Landwirtschaft betrieben werden. Ebenso sind Biodiv-Solarparks möglich, in denen unter der Solaranlage gezielt ökologisch wertvolle und vielfältige Pflanzen angesiedelt werden.

Kirchengemeinden, die diese Chancen für ihre Gebäude oder Flächen nutzen möchten, werden dabei von der Abteilung Kirchengemeinden des Bistums beraten und begleitet.

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