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Landrat Wolfgang Spreen: "Berufskolleg in Geldern setzt Akzente"

Landrat Wolfgang Spreen : "Berufskolleg in Geldern setzt Akzente"

Rückblick auf das morgen zu Ende gehende Jahr 2013 und ein Ausblick auf die kommenden zwölf Monate im Kreis Kleve.

Wie beurteilen Sie das abgelaufene Jahr 2013?

Spreen Ein Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr wird geprägt sein von schönen Erlebnissen, von guten menschlichen Begegnungen, aber natürlich auch von Schicksalsschlägen und persönlichen Verlusten. Zudem haben uns beispielsweise die schrecklichen Naturkatastrophen wie auf Sardinien oder den Philippinen bewegt und betroffen gemacht. Doch es gibt immer wieder Ereignisse, die uns hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Zum Beispiel?

Spreen Eines dieser positiven Ereignisse ist die bevorstehende Neuerrichtung des Berufskollegs des Kreises Kleve in Geldern. Die Realisierung dieses Großprojektes ist einer der deutlichen Akzente für die Bildungsinfrastruktur in unserem Kreis, die der kürzlich in den Kreistag eingebrachte Haushaltsentwurf für die Jahre 2014 und 2015 trotz der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen setzt.

Was meinen Sie mit Rahmenbedingungen?

Spreen Der im Kreishaushalt festgeschriebene Umlagehebesatz wird unsere kreisangehörigen Städte und Gemeinden weiterhin entlasten und somit auch ihnen einen verlässlichen Planungshorizont verschaffen. Dass das Thema Bildung im Kreis Kleve intensiv gelebt wird, spiegelt sich nicht nur in dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt zur Errichtung unserer Hochschule Rhein-Waal wider.

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Sondern wo noch?

Spreen Es äußert sich beispielsweise auch in unserer vorbildlichen Umsetzung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Denn das mit dem Ziel der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf über den Bedarf hinausgehende umfangreiche Angebot erfüllt schon seit einigen Jahren den eigentlich erst für das Jahr 2013 gesetzlich vorgesehenen Rahmen. Darüber hinaus belegt das Angebot des Jugendhilfeträgers Kreis Kleve mit einer Betreuungsquote von über 57 Prozent erneut den Spitzenplatz in Nordrhein-Westfalen.

Was sagen Sie zum Bildungsnetzwerk des Kreises?

SPREEN Mit dem gemeinsamen Ziel, die Lern- und Lebenschancen aller Kinder und Jugendlichen im Kreis zu verbessern, haben die Akteure des im vorigen Jahr gegründeten Bildungsnetzwerkes der Bildungsregion Kreis Kleve ihre Arbeit erfolgreich fortsetzen können. Von Beginn an haben sich die Bildungspartner mit den Themenschwerpunkten Inklusion, Berufs- und Studienorientierung sowie der Individuellen Förderung intensiv befasst. Im Rahmen der 2. Bildungskonferenz wurden erste Ergebnisse vorgestellt und die weitere Zielrichtung der Bemühungen besprochen, die das Bildungsbüro koordinieren wird.

Auch ein Jugendthema: Wie läuft der Nightmover?

SPRREN Erfreulich ist die positive Entwicklung des Nightmover 2.0, der infolge des gestiegenen Bekanntheitsgrades mit voraussichtlich nahezu 70 000 Ticketanforderungen eine Verdreifachung der Nutzerzahlen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hat. Das flexible Taximodell bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 26 Jahren die Möglichkeit, von privaten Feiern oder Veranstaltungen kostengünstig und vor allem sicher die Heimfahrt anzutreten. Aufgrund des deutlichen Erfolgs wird diese spezielle Dienstleistung auch weiterhin angeboten werden.

Wie steht es mit dem Jobcenter?

SPREEN In enger und bewährter Zusammenarbeit mit seinen 16 Kommunen hat das "Jobcenter im Kreis Kleve" größtmögliche Anstrengungen unternommen, viele arbeitslose Bürger wieder in ein Arbeitsverhältnis einzugliedern. Als Landrat freut es mich ganz besonders, durch die kontinuierlichen Vermittlungserfolge vielen Familien eine neue Lebensperspektive zu bieten. Hierfür danke ich allen Beteiligten herzlich.

Ein Wort zum Ehrenamt?

spreen In diesem Jahr habe ich wieder einmal zahlreichen Bürgern bei den unterschiedlichsten Anlässen zu ihren erfolgreichen Tätigkeiten, Vorhaben oder auch Jubiläen danken und gratulieren können. Insbesondere denjenigen, die sich durch ihre Tatkraft und Unterstützung ehrenamtlich für andere engagieren, spreche ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank und meine besondere Anerkennung aus. Mit großem persönlichem Engagement leisten diese Menschen oftmals im Stillen und abseits der großen Öffentlichkeit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft, die auf christliche Grundwerte wie soziale Verantwortung, Solidarität und Nächstenliebe setzt. Möge uns allen auch zukünftig der Wert mitmenschlicher Verbundenheit bewusst sein. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein glückliches Jahr 2014.

M. CATTELAENS STELLTE DIE FRAGEN.

(RP)