Kreis Kleve: Die Kandidaten (4) Bernd Bianchi (Grüne): Der Monteur

Bernd Bianchi kandidiert im Süden des Kreises Kleve für Bündnis 90 / Die Grünen um ein Landtagsmandat in Düsseldorf. Seine Spezialgebiete sind die Energie- und Bildungspolitik.

Das steht im Wahlprogramm der Grünen
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Foto: dpa, fg jhe

Eigentlich dreht sich bei Bernd Bianchi alles um die Farbe Grün. Er wohnt im Grünen, in schöner Lage auf der Boeckelt zwischen dem Gelderner St.-Clemens-Hospital und Schloss Haag mit dem angrenzenden Golfplatz. Er trägt als Polizeibeamter eine grüne Uniform. Da ist es naheliegend, dass der gebürtige Gelderner für Bündnis 90 / Die Grünen im südlichen Teil des Kreises Kleve am Sonntag, 9. Mai, für den NRW-Landtag in Düsseldorf kandidiert.

Über die Familie kam der 51-Jährige zu den Grünen. "Wir waren sieben Kinder zu Hause. Mein Vater streifte mit uns Kindern durch Wald und Flur sowie zu den heimischen Baggerlöchern, so dass wir die hiesige Landschaft gut kennenlernten", berichtet der Polizeibeamte der Polizeistation Geldern. Sein Bruder Hermann-Josef brachte ihn 1984 dann endgültig zu den Grünen. "Bei der damaligen Kommunalwahl mussten die Wahlbezirke besetzt werden", blickt der begeisterte Hobby-Kfz-Mechaniker zurück. Deshalb kandidierte er und trat gleichzeitig der Partei bei.

Ratsherr und Hundebesitzer

Als Nachrücker zog er jedoch erst zwei Jahre später in den Rat der Stadt Geldern ein, dem er anschließend bis heute permanent angehört. Bernd Bianchi ist heimatverbunden und geht gerne mit Menschen um. Nach dem Abschluss an der Anne-Frank-Schule besuchte der Hundebesitzer — Mischling Monchi hält ihn schön auf Trapp — die Polizeischule in Linnich. Nach der Ausbildung war der Gelderner vier Jahre lang bis 1981 im Düsseldorfer Norden, Bereich Stadion bis Angermund, stationiert, um dann wieder in seiner Heimatstadt Geldern zurückzukehren.

Unterbrochen wurde diese Zeit durch vier Jahre als Bezirksbeamter "Dorfsheriff" in der Gemeinde Kerken. "Dort habe ich gerne gearbeitet. Überhaupt bin ich gerne in der Nähe der Menschen", bewertet der Kandidat seinen Beruf. Deshalb fährt er heute lieber mit Kollegen Streife, als am Schreibtisch in der Gelderner Polizeistation zu sitzen. Durch seine Arbeit auf der Straße hat der Kommunalpolitiker auch Einfluss auf die Gelderner Politik genommen. Stolz ist er unter anderem darauf, dass er gemeinsam mit der CDU ein Radfahrkonzept entwickelt und durchgesetzt hat. Wer Bernd Bianchi noch nicht kennt, muss eigentlich in diesen Tagen nur die Augen geöffnet halten. Denn er ist mit seiner geliebten Ente (einem 2CV) unterwegs, um Plakate zu kleben. Das Gefährt ist gut zu erkennen, weil es das einzige dieser Art in Geldern ist und aus dem geöffneten Stoffdach eine große Leiter herausragt. Zu seinem Hobby des Schraubens an alten Autos gehört auch noch ein alter Renault, ein R 16. Immerhin war der Gelderner über viele Jahre Präsident des deutschen und europäischen Renault-Clubs. Mit Freunden reiste er mehrfach mit den alten Fahrzeugen nach Italien, wo er Freunde hat und wohin es ihn heute immer noch hinzieht. Außerdem spricht er auch die Sprache des südeuropäischen Landes.

Sollte Bernd Bianchi in den Landtag gewählt werden, möchte er sich vor allem um die Energie- und Bildungspolitik kümmern. Dabei liegt sein Herz an der erneuerbaren Energie, Solar- und Windenergie. Große Kohle- und vor allem Atomkraftwerke hält er für sehr riskant.

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