1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Bedburg-Hau: Zusammenstoß auf der Kreuzung Uedemer Straße und Johann-van-Aken-Ring

Gemeinde wartet seit einem Jahr auf Ampel : Vier Verletzte bei Autounfall in Bedburg-Hau

Schon wieder ein schwerer Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Uedemer Straße / Johann-van-Aken-Ring in Bedburg-Hau: Dabei wurde eine Frau (20) aus Kalkar so schwer verletzt, dass sie mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden musste. Fakt auch: Die Gemeinde wartet seit genau einem Jahr auf die Errichtung einer Ampel dort.

Als Michael Hendricks am Morgen des Karfreitages zum Einsatz gerufen wurde, dachte sich der Feuerwehrmann und FDP-Politiker aus Bedburg-Hau nur eins: „Nicht schon wieder.“ Gemeldet wurde ein schwerer Verkehrsunfall auf der Kreuzung Uedemer Straße (L 362) / Johann-van-Aken-Ring in Schneppenbaum. Jene Kreuzung, die vor genau einem Jahr, am 10. April 2019, durch die Unfallkommission des Kreises Kleve zur Unfallhäufungsstelle erklärt wurde mit dem Beschluss: Dort wird eine Ampel errichtet.

Am 10. April 2020 ist von einer Ampel weit und breit nichts zu sehen, wohl aber liegen die Trümmerteile zweier zerstörter Autos auf der Oberfläche der L 362. Vier Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, zwei davon schwer. Eine junge Frau aus Kalkar, 20 Jahre alt, musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. 

Was war geschehen? Wie Feuerwehr und Polizei berichten, kam es im Kreuzungsbereich Uedemer Straße/ Johann-van-Aken-Ring zu einem Zusammenstoß. Genauer gesagt befuhr eine 57 Jahre Frau aus Bedburg-Hau mit ihrem Kleinwagen den Johann-van-Aaken-Ring Richtung Schneppenbaum. An der Kreuzung übersah sie nach Angaben der Polizei einen SUV, der von einem 47 Jahre alten Mann aus Bedburg-Hau gesteuert wurde und der auf der Uedemer Straße Richtung Kleve unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurden die 47-Jährige sowie ihre 20 Jahre alte Beifahrerin aus Kalkar im Fahrzeug eingeklemmt. Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Kleinwagen über die Kreuzung gegen einen Zaun geschleudert. Die beiden Insassinnen, es sollen zwei Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes sein, mussten mit hydraulischem Gerät befreit werden. Die beiden Insassen des VW, ein Vater mit seiner 14 Jahre alten Tochter, konnten das Fahrzeug selbständig verlassen. Alle kamen ins Krankenhaus.

Alarmiert wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei um 10.32 Uhr. Im Einsatz waren etwa 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau und des Rettungsdienstes des Kreises Kleve unter der Leitung der Gemeindebrandinspektoren Stefan Veldmeijer und Klaus Elsmann. Die beiden Pkw wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Für die Zeit der Unfallaufnahme blieb die Kreuzung für etwa eine Stunde gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Für Michael Hendricks hat dieser Unfall das Fass zum Überlaufen gebracht: „Ich kann das nicht nachvollziehen. Vor einem Jahr wurde uns eine Ampel versprochen, geschehen ist bis jetzt nichts.“ Aus diesem Grunde hat er bereits Anfang März den Landesbetrieb Straßenbau NRW angeschrieben. Die Antwort, die er zwei Wochen später erhalten hat, stimmt ihn heute nicht mehr zufrieden. So sei erst Ende 2020/Anfang 2021 von einer Fertigstellung auszugehen (wir berichteten). Als FDP-Fraktionsvorsitzender hat er Straßen.NRW nun über den Unfall in Kenntnis gesetzt. Hendricks schreibt: „Die Ursache für den Unfall wird sicherlich Fahrlässigkeit gewesen sein. Allerdings sehen wir eine Schuld auf Ihrer Seite. Seit vielen, vielen Jahren ist Ihnen die Kreuzung als Unfallschwerpunkt bekannt. Bisher wurden lediglich marginale Maßnahmen durchgeführt, die allesamt keinen Erfolg getragen haben.“ Hendricks ist der Meinung, dass die Umsetzung der Lichtzeichenanlage hinausgezögert wird. Er sagt: „Im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bedburg-Hau appellieren wir als FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Bedburg-Hau: Handeln Sie! Handeln Sie zügig! Verhindern Sie damit Schäden an Leib und Leben von Menschen.“