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Bedburg-Hau: Weiterhin Gefahr für Bahnverkehr - Birke droht auf Gleise zu fallen

Niersexpress : Weiterhin Gefahr für Bahnverkehr

Die Birke, die in Bedburg-Hau auf die Bahnlinie zu fallen droht, steht noch immer. Zwar meldete sich nach sechs Wochen ein Notfallmanager der Deutschen Bahn. Doch passiert ist bislang nichts.

Vor sechs Wochen meldete sich Heiner Klauke (61) bei der Nordwestbahn. Grund dafür ist eine knapp zehn Meter hohe Birke, die am Rand der Bahngleise steht. Der Baum ist morsch und droht auf die Schienen zu stürzen (die RP berichtete). Der Streckenabschnitt befindet sich direkt hinter seinem Grundstück. Hier verkehrt der „Niers-Express“, der Kleve und Düsseldorf verbindet. „Der Baum ist kaputt, ein heftiger Windstoß und er hätte auf dem Bahndamm gelegen“, sagt Klauke. Er wies die Nordwestbahn auf die Gefahr hin.

Gleich zwei Reaktionen auf seine Nachricht stören ihn. Zunächst bekam er von der Nordwestbahn eine Standardantwort. In der es sinngemäß heißt: Vielen Dank für den Hinweis, man werde sich so schnell wie möglich darum kümmern. Tat man aber nicht.

Erst nachdem der Fall im Bürgermonitor unserer Zeitung veröffentlicht wurde, meldete sich der Notfallmanager im Bezirk Duisburg-Nord der Deutschen Bahn, Michael Emmert. Er hatte den Artikel gelesen, in dem Klauke auf die Gefahr für den Bahnbetrieb hinweist. Was Klauke jetzt noch mehr ärgert, als die erste Rückmeldung, ist das Verhalten der Deutschen Bahn. So wird in einer Mail betont, dass es die Deutsche Bahn sei, die für die Infrastruktur auf dieser Strecke zuständig sei. „Jetzt muss ich auch noch wissen, an wen ich mich wenden muss“, sagt Klauke.

Zudem wollte der Eisenbahn-Konzern von ihm wissen, wo der Baum genau steht. „Ich sollte möglichst detailliert den Standort beschreiben. Man wolle nicht die ganze Strecke abfahren“, sagt Klauke. Dabei hatte der Bedburg-Hauer bereits erklärt, dass dieser sich hinter seinem Haus an der Uedemer Straße befindet.

Notfallmanager Michael Emmert verspricht, die Eigentumsverhältnisse zu klären. Wenn klar ist, auf wessen Grundstück die morsche Birke stehe, werde der Besitzer aufgefordert, diese zu beseitigen. Sofern es sich um Bahngelände handele, werde die zuständige Abteilung im Hause sich um den Fall kümmern. Nach sechs Wochen, in denen nichts passierte, dankt der Notfallmanager dem 61-jährigen Bedburg-Hauer für sein Engagement in dieser Angelegenheit: „Sie vermeiden damit erheblichen Sach- und Personenschaden.“

Bis jetzt ist nichts passiert.