„Das Blut spritzte“ Angriff in Obdachlosen-Unterkunft in Bedburg-Hau eskaliert

Kleve/Bedburg-Hau · In der kommunalen Unterkunft in Bedburg-Hau gab es im August einen brutalen Angriff. Ein 60-jähriger Bewohner erlitt Stichwunden. Der 32-jährige Zimmernachbar stand am Mittwoch vor Gericht. So entschieden die Richter.

Zwei Wachtmeister bringen den Angeklagten (Bildmitte) am Mittwochmorgen in den Gerichtssaal.

Zwei Wachtmeister bringen den Angeklagten (Bildmitte) am Mittwochmorgen in den Gerichtssaal.

Foto: Jens Helmus

Der Flur im Erdgeschoss der kommunalen Unterkunftscontainer in Bedburg-Hau war voller Blut, als die Polizei am Nachmittag des 12. August dieses Jahres dort eintraf. Einen Notruf hatte es gegeben – ein Mann sei in der Unterkunft von einem anderen angegriffen worden. Das stellten auch die Beamten vor Ort schnell fest: Das Blut, das sie im Flur fanden, hatte ein 60-jähriger Bewohner der Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft verloren, nachdem ihm ein anderer Bewohner zunächst mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dann mindestens vier Mal mit einem sogenannten Kubotan – einem spitzen Werkzeug zur Selbstverteidigung – auf ihn eingestochen hatte.