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Bedburg-Hau: Förderverein will mehr Leben auf das Klinikgelände holen

Neue Ideen in Bedburg-Hau : Förderverein will mehr Leben auf das Klinikgelände holen

Zehn Bürger haben den Förderverein Bedburger Begegnungspark gegründet. Ihr Motto: „Genesen, genießen, gestalten“. Es geht um Veranstaltungen wie Feste, Märkte und Ausstellungen, um Informations-, Sport- und Spielangebote.

Wer sich auf dem LVR-Klinikgelände in Bedburg-Hau nicht sonderlich gut auskennt, muss sie zunächst erst einmal suchen: die Festwiese zwischen Museum und Café Casablanca. Wer sie dann aber gefunden hat, der versteht sofort die Anziehung, die dieser Ort ausübt. Die Ruhe, das Grün. Vor allem aber auch: das Potenzial. So oder ähnlich müssen es die zehn Bürger empfunden haben, die nun den Förderverein Bedburger Begegnungspark gegründet haben. „Das Klinikgelände in Bedburg-Hau bildet das Herz der Gemeinde, umrandet von den sieben Ortschaften“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Charlotte Giesbers-Reijngoudt. „Die Schönheit und Einzigartigkeit des Geländes kann ein Anziehungspunkt für alle Menschen werden.“

Genau das plant der Verein – egal ob für Familien mit Kindern, Senioren, Patienten, Menschen mit Behinderung, Studenten oder Touristen. Ziel ist, das Gelände zu einer lebenswerten Umgebung zu entwickeln. Zum Genesen, zum Arbeiten, zum Wohnen und zum Entspannen – getreu dem Vereinsmotto „Genießen, genesen, gestalten“.

  • Stephan Reinders 
RP-Archivfoto: KDS
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Das Klinikgelände wird sich in den kommenden Jahren wandeln, das wissen auch die Mitglieder des Vereins. Zum einen investiert der LVR in neue Gebäude. Zum anderen soll der Nordteil des Klinikgeländes für Wohnbebauung entwickelt werden. Der Förderverein möchte Bestehendes erhalten und gleichzeitig die Zukunft gestalten, wie es heißt. Dafür soll es eine Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, dem LVR und den künftigen Eigentümern des Nordteils geben. Aber auch mit Kulturschaffenden von Miniart und Artoll – und vor allem mit den Bürgern sei Zusammenarbeit wichtig, um die Weiterentwicklung des Geländes voranzutreiben. „Unser gemeinsames Anliegen ist, dieses einzigartige Gelände für die Zukunft zu erhalten und für die Bürger zu öffnen“, sagt Charlotte Giesbers-Reijngoudt. Das bestätigt auch Ulrich Kerschka, der davon berichtet, wie es damals war, als die Zäune auf dem Gelände fielen. Als man das erste Mal auf das Gelände schauen konnte – und neben vergitterten Klinikgebäuden auch die Schönheit des Ortes entdeckte. „Viele Menschen haben aber auch heute noch Scheu, herzukommen“, sagt er. Eine Scheu, die abgebaut werden soll.

 Die Festwiese in Bedburg-Hau wartet darauf, „wachgeküsst“ zu werden.
Die Festwiese in Bedburg-Hau wartet darauf, „wachgeküsst“ zu werden. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Mit dem Förderverein sollen engagierte Menschen zusammengeführt werden, mit dem Ziel, Potenziale freizusetzen und Projekte anzustoßen. „Das Potenzial steckt in der einzigartigen Natur, den Kulturangeboten, den Gebäuden wie Museum, Gesellschaftshaus, Kirche und Café Casablanca – aber auch in der Minigolfanlage, dem Sinnesgarten und der Festwiese“, heißt es vom Verein. „Wir wollen sicher kein Minigolf-Verein werden oder selbst eine Gastronomie eröffnen“, sagt Alfred Derks. „Aber wir wollen die Menschen für die Projekte zusammenbringen.“ Es geht um Veranstaltungen wie Feste, Märkte und Ausstellungen, um Informations-, Sport- und Spielangebote. Begonnen werden könnte zum Beispiel mit Themenführungen, die die Geschichte des Geländes auf persönliche Art näherbringen. Denn um dem Gelände gerecht zu werden, bedürfe es auch der Beachtung der LVR-Klinik als Gesundheitseinrichtung und ihrer Geschichte im Spiegel der Gesellschaft. Bei allen Überlegenen spielen Umwelt und Natur eine bedeutende Rolle, betonen die Mitglieder.

Gegründet haben den Verein Ralf und Petra Hölscher, Alfred Derks, Gabriele Reckers, Ulrich Kerschka, Holger Heisterkamp, Marcel und Mara Pleschinger, Erwing Reijngoudt und Charlotte Giesbers-Reijngoudt. Die Vorsitzende Mara Pleschinger und der Schatzmeister Alfred Derks zumindest sind optimistisch. Zum einen, was die finanzielle Förderung angeht. Und zum anderen, dass sich mehr Mitglieder finden, die zum Beispiel in Arbeitsgruppen Ideen entwickeln, mit anpacken oder einen finanziellen Beitrag leisten.