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Bedburg-Hau: Brief mit Pulver in Arztpraxis sorgt für Feuerwehreinsatz

Feuerwehr-Spezialkräfte angerückt : Brief mit verdächtigem weißen Pulver sorgt für Großeinsatz in Bedburg-Hau

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Bedburg-Hau: Am Mittag ging eine Sendung mit verdächtigem weißen Pulver und der Aufschrift „Anthrax“ in einer Arztpraxis ein, Spezialkräfte mussten anrücken. Am Abend gab es Entwarnung.

Ein Brief mit einem verdächtigen weißen Pulver hat am Freitag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in Bedburg-Hau ausgelöst. Kurz nach 13 Uhr war das Schreiben bei einer Arztpraxis in Hau eingegangen, die Mitarbeiter verständigten daraufhin die Einsatzkräfte. Informationen unserer Redaktion zufolge war der Sendung beigefügt, dass es sich bei dem Pulver um den biologischen Kampfstoff Anthrax handeln soll. In zwei Auswertungen zeigten sich die Proben am Abend aber unauffällig – es handelte sich um Dextrin aus Maisstärke.

Zunächst habe man fünf möglicherweise betroffene Personen identifiziert, wie Feuerwehr-Sprecher Michael Hendricks sagte. Mitarbeiter der Arztpraxis, ein Anwohner und der Postbote. Nach Klärung der Lage blieben noch die Mitarbeiter der Arztpraxis übrig, aber auch bei ihnen war keine akute medizinische Behandlung notwendig. Der Fundort war indes großflächig abgesperrt. „Bis eine Gesundheitsgefahr ausgeschlossen werden konnte, sind wir natürlich auf Nummer sicher gegangen“, sagte Polizeisprecherin Manuela Schmickler vor Ort. Nachdem die Sicherung des Einsatzortes abgeschlossen war, begann das große Warten auf die Testergebnisse aus dem vor Ort aufgebauten mobilen Labor.

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Insgesamt waren 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, darunter auch eine analytische Task Force der Berufsfeuerwehren aus Essen und Köln, wie Michael Hendricks erklärte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Sendung aufgenommen.