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Bedburg-Hau: Bridgeclub Kleverland feiert 20-Jähriges Bestehen

Vereinsleben : Strategie und Taktik sind das A und O

Der Bridgeclub Kleverland mit seinen 70 Mitgliedern will das Kartenspiel am Niederrhein populärer machen. Seit 20 Jahren ist der Verein aktiv, Vorsitzende ist Renate Düppers.

Wenn man das englische Wort „Bridge“, auf deutsch Brücke, liest oder hört, denkt man zumeist an eine Brücke über einen Fluss oder Tal. Selten bringt man jedoch den Begriff mit einem Kartenspiel in Verbindung. Aber „Bridge ist eine Kartenspiel“ und nicht schwierig, wie Renate Düppers, 1. Vorsitzende und Sportwartin des Bridgeclub Kleverland, besonders betont. Mit ihren drei Stellvertretern Marianne Martens, Wolfgang Trill (auch Kassierer) und Uwe Heinz will sie viele Menschen für dieses Kartenspiel begeistern.

Im Golfclub Mühlenhof in Niedermörmter war der Verein zunächst für zwei Jahre als Spielgruppe aktiv, ehe er als Bridgeclub Kleverland e.V. vor 20 Jahren gegründet wurde. In diesem Jahr feierte er sein 20-jähriges Bestehen, was im kommenden Frühjahr mit einem Jubiläumsturnier gebührend gefeiert werden soll (Örtlichkeit ist noch unbekannt). Die Räumlichkeiten im Golfclub reichten für die gewachsene Mitgliederzahl nicht mehr aus, also zog man ins Offiziersheim der Kaserne in Kalkar ein, um dann vor einigen Jahren das derzeitige Domizil im Wellnesshotel in Till-Moyland aufzuschlagen. Hier spielen die 70 Mitglieder mittwochs und freitags jede Woche von 15 bis ca. 18.30 Uhr mit viel Spaß am Kartenspiel und Interesse am strategischen Denken sowie gewiefter Taktik. Bemerkenswert ist, dass mehr Damen als Herren diesem geistig anspruchsvollen wie auch geselligen Hobby frönen. Der Altersdurchschnitt beträgt bei den Aktiven zurzeit ungefähr 65 Jahre, jedoch sind jüngere Mitglieder jederzeit willkommen.

Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen, je zwei sich gegenüber sitzende Spieler bilden eine Mannschaft, die zusammen spielt und gewertet wird. Es wird mit einem Paket Spielkarten französisches Bild zu 52 Blatt gespielt. Die vier Farben werden Pik, Coeur, Karo und Treff genannt, wobei Pik die höchste und Treff die niedrigste Farbe ist, diese Rangordnung wird beim Reizen wichtig. Pik und Coeur werden Oberfarben genannt, die anderen sind die Unterfarben. Die Akteure werden mit den vier Himmelsrichtungen bezeichnet. Das NS-Paar spielt gegen das OW-Paar. Jeder Spieler erhält 13 Karten. Das Reizen ist die erste Phase des Bridgespiels, alles weitere zu erklären, würde jetzt den Rahmen sprengen. Es gibt keine guten oder schlechten Karten! Am Ende erfolgt die Abrechnung, um den Gewinner zu ermitteln. Nähere Auskünfte erteilt die rührige Vorsitzende Renate Düppers gerne an interessierte Personen, bietet auch Unterricht an und erklärt, dass „Bridge ganz leicht, überall, kein Glücksspiel, Sport sowie Psychologie und für jeden etwas ist“. Bridge wird auch vom Deutschen Sportbund anerkannt. Der Bridgeclub Kleverland spielt mit insgesamt zehn Mannschaften in der Regionalliga Rhein-Ruhr, eine Liga unter der Bundesliga. Teams aus Dortmund, Köln, Düsseldorf, Bonn, Bottrop und andere zählen zu den Gegnern. Es wird zu viert an zwei Tischen mit 20 Runden gespielt. „Wir sind froh nicht abzusteigen, es reicht für uns die Klasse zu halten“, sagt Düppers. In der näheren Umgebung gibt es Vereine in Bocholt und Alpen und in den Niederlanden, wie in Millingen direkt hinter der Grenze.

Außerdem weist die junggebliebene 74-jährige Düppers auf die zahlreichen Aktivitäten sowie informative Homepage des Vereins hin. So veranstaltet der Klub seit 10 Jahren eine Reise immer zu unterschiedlichen Zielen. In diesem Jahr wurde die Insel Sylt besucht, 2020 geht die Tour vom 24.-29. Mai ins kulturelle Weimar. Zusätzlich werden Museums- wie auch Gartenbesuche (offene Gartenpforte) angeboten. Wer jetzt Interesse an eine Mitgliedschaft im Bridgeclub hat, kann sich gerne bei Renate Düppers unter Telefon 02821 60046 melden.