Bedburg-Hau: An Sitzbänken und öffentlichen Plätzen gibt es bald Notfallschilder

Bedburg-Hau : In Bedburg-Hau werden Notfallschilder aufgestellt

Die FDP-Ratsfraktion hatte den Antrag gestellt: Schnelle Hilfe in Notfällen soll im Gemeindegebiet künftig garantiert sein.

Vom Gemeinderat jetzt beschlossen: Notfallschilder und Rettungspunkte können Leben retten. Bereits im Frühjahr hatte die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Bedburg-Hau einen Antrag gestellt, dass an Sitzbänken oder an öffentlichen Orten kleine Notfallschilder angebracht werden. Damit möchten die Liberalen im Rat der Gemeinde Bedburg-Hau schnelle Hilfe in Notfällen garantieren.

Michael Hendricks, Fraktionsvorsitzender der FDP und selber Rettungsassistent: „Denn bei einem medizinischen Notfall muss es schnell gehen. Die Rettungskräfte sollten den Patienten dann nicht erst noch suchen müssen.“ Jetzt hat der Rat der Gemeinde Bedburg-Hau beschlossen, Rettungspunkte oder Notrufnummern für Sitzbänke zu installieren. Die Idee ist einfach: Bänke oder Plätze im Gemeindegebiet sollen mit Notrufnummern versehen werden. Damit kann bei Notfällen sichergestellt werden, dass bei Notrufen diese Nummern durchgegeben werden und damit eine genaue Zuordnung des Standortes erfolgen kann.

Erfreut sind die Liberalen, dass sich an dem Projekt auch der Landgolfclub Moyland beteiligen wird. Der Verein sieht dadurch ein Plus an Sicherheit auf dem weitläufigen Golfareal. „Ziel ist es, unsere Gemeinde sicherer und auch moderner für alle Altersklassen, Bürger und Gäste zu machen“, so die FDP in ihrem Antrag. „Wenn man selbst einen Unfall hat oder eine verletzte Person findet, gerät man schnell in eine Stresssituation“, erklärt Marcel Erps, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP. „In solch einer Situation eine genaue Orts- und Wegebeschreibung den Rettungskräften anzugeben, ist schon dann schwierig, wenn man sich in einer gewohnten Umgebung befindet. Schwieriger wird es, wenn man sich selbst nur ungefähr auskennt, zum Beispiel beim Spazieren im Wald.“

Letztendlich fand die Fraktion sogar einen Sponsor. Die Firma Igetec – Gesellschaft für innovative Gebäudetechnik GmbH begeisterte sich für das Projekt und bot sich an, es finanziell zu unterstützen. Durch die Notfallschilder können Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr den genauen Standort ermitteln. Insbesondere dann, wenn sich die Notfälle in den Außengebieten der Gemeinde ereignen. Zum Beispiel, wenn ein Senior beim Spaziergang ohnmächtig wird, ein Radfahrer, Wanderer oder Jogger stürzt und sich dabei erheblich verletzt und die Orientierung verliert. Gleiches gilt auch für Kinder auf Spielplätzen. In der Regel verzögern umständliche Orts- und Umgebungsbeschreibungen eine schnelle Rettung, wenn tatsächlich jede Minute zählt.

Durch das Ordnungsamt und Bauamt der Gemeinde Bedburg-Hau werden die jeweiligen Rettungspunkte in Kürze festgelegt. Der Kreis Kleve hat bereits vorgelegt. An Hinweisschildern auf Radwanderwegen im Gemeindegebiet befinden sich bereits Rettungspunkte.

(RP)