Startschuss in Kalkar gefallen Was Besucher bis Sonntag auf der Baumesse sehen können

Kalkar · Die Baumesse in Kalkar hat am Freitag begonnen. Der „Marktplatz“ der einheimischen Firmen war zum Auftakt gut besucht, vor allem das Interesse an Modernisierung ist groß. Programm gibt es bis Sonntag.

Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz (links) am „Marktplatz“-Stand, an dem sich Betriebe aus dem Stadtgebiet präsentieren.

Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz (links) am „Marktplatz“-Stand, an dem sich Betriebe aus dem Stadtgebiet präsentieren.

Foto: Anja Settnik

Udo Erlei, Geschäftsführer des Veranstalters BaumesseE GmbH, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Kooperationspartner Stadt Kalkar: „So ein tolles Marketing finden wir in deutlich größeren Städten kaum mal vor, es ist bemerkenswert, wie Ihre Wirtschaftsförderung das hinbekommt“, lobte er bei der Eröffnung der diesjährigen Baumesse. Wie schon in den Vorjahren haben Betriebe aus dem Stadtgebiet sich zum zentralen Messestand „Marktplatz Kalkar“ zusammengefunden. Dort zeigen sie, was sie rund ums Thema Bauen im Angebot haben, sprechen über neue Entwicklungen und zeigen zum Beispiel, wo in Kalkar noch gebaut werden kann. Wobei die Nachfrage angesichts explodierender Baukosten und gestiegener Zinsen deutlich nachgelassen hat. Aber, wie Bürgermeisterin Britta Schulz schon beim Pressegespräch vorab gesagt hatte: Wer es wirklich will, wird es auch heute tun. Vielleicht etwas kleiner als geplant.

Ein paar Meter entfernt vom „Marktplatz“ hat die Sparkasse Rhein-Maas ihren Stand. Vorstandsmitglied Wilfried Röth erklärt, dass die Nachfrage nach kräftigem Rückgang seit dem Sommer wieder anzieht und stellt gerne seine neue Kollegin Nicole Croes vor, stellvertrtende Leiterin der Bereiche Maklerei und Finanzierung. Sie sagt: „Die Leute bauen auf kleineren Grundstücken, auch Reihenhäuser sind wieder gefragt, und wir schließen mehr Finanzierungen ab als noch vor einem halben Jahr.“ Im Durchschnitt nehmen die Leute etwa 250.000 Euro auf, wer zumindest für die Nebenkosten (etwa zwölf bis 14 Prozent der Bausumme) genügend Eigenkapital besitzt, kommt meist klar. Zumal die Fördervoraussetzungen für Familien ja deutlich verbessert wurden.“

Wer sich also an den Hausbau oder Erwerb heran traut, wird auf der Messe viele Ideen für die Ausstattung sammeln. lnsbesondere, wenn es um energetische Verbesserung der eigenen vier Wände geht, ist noch bis Sonntag (täglich 10 bis 18 Uhr) viel zu erfahren. Und manches, was zwar wenig Sparpotenzial birgt, dafür aber Lebensqualität bietet, wird auch geboten, etwa Infos über Whirpools, Swimming-Pools oder die Heimsauna. Wer nicht ganz so viel Geld übrig hat, wird eventuell bei den Töpfen fündig oder deckt sich – bei Regenwetter gut fürs Gemüt – mit Blumenknollen fürs nächste Frühjahr ein.

Vor allem aber sind es die Firmen für Photovoltaik, Hausdämmung oder Fenster, bei denen die Kundschaft stehen bleibt. Denn die Sanierung des Eigenheims steht fast überall auf dem Plan: Erst das Dach, dann vielleicht die Wände und Fenster, schließlich die Wärmepumpe. Mindestens ein Balkonkraftwerk, wenn nicht gar an eine große Solaranlage gedacht ist, soll helfen, den Stromverbrauch bezahlbar zu machen. Denn wenn das funktioniert, ist vielleicht auch für Extras wie den Whirlpool eines Tages wieder Geld übrig.

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