Baumesse im Wunderland entwickelt sich gut

Lokale Wirtschaft : Baumesse mit Heimatgefühlen

Die „Baumesse“ im Kalkarer Wunderland wird zwar von einem Fremdveranstalter organisiert, vermittelt aber dennoch viel Heimatgefühl. Dafür sorgen viele regionale Aussteller, die ihre Stärken zeigen. Profis informieren über Sicherheit.

Han Groot Obbink, Chef des Kalkarer Wunderlandes, trägt in diesem Fall zwar nicht die Verantwortung, ist als Unternehmer aber natürlich sehr interessiert am Gelingen auch dieser Messe. „Ich bin glücklich, dass viele Betriebe uns ihr Vertrauen schenken und freue mich zu hören, dass die Baumesse GmbH mit der Entwicklung hier bei uns zufrieden ist.“ Das unterstreicht Marketingleiter Tim Erlei nur zu gerne und gibt das Kompliment zurück: Mit den Kalkarern zusammenzuarbeiten macht wirklich Spaß. Die niederländischen Kollegen vom Wunderland unterstützen uns ebenso gut wie die Stadtverwaltung“, sagt er. Und bei all den Nettigkeiten will auch die Bürgermeisterin nicht zurückstehen. Die Baumesse zu eröffnen ist ihr eine Freude, und wie so oft stellt sie bei diesem Anlass fest, dass vieles klappt, wenn man es gemeinsam angeht. „Unser Marktplatz Kalkar auf der Messe beweist, dass es viele Unternehmen richtig finden, nicht nur für sich alleine zu kämpfen. Wir stehen hier zusammen und sind damit erfolgreich.“

Einer, der seit Jahren ununterbrochen dabei ist, ist Anton Stange, dessen Hasselter Unternehmen in der Region seit 40 Jahren bekannt ist. „Es kommt hier nicht zu massenhaft Abschlüssen, aber die Leute nehmen Broschüren mit und kommen damit zu uns. Im Betrieb können wir ja noch viel mehr zeigen als auf der Messe – wenn es gefällt, kaufen oder bestellen die Kunden dann ihre Markisen und Pergolen vor Ort.“

Hermann Tebarts aus Kevelaer zeigt Dekoartikel zum Beispiel aus Edelstahl. Seine Firma Bludex handelt zudem mit Feuerstellen und Pflanzen. Foto: Anja Settnik

Auf der Baumesse gibt es alles rund um Haus und Hof – Möbel für die Terrasse ebenso wie fürs Esszimmer, dazu Vieles, was zum Thema Wellness zählt wie Infrarotsaunen oder Whirlpools, aber auch Maschinen, die dem ambitionierten Hobbygärtner ebenso helfen wie dem Profi. Hecken schneiden, Rasen mähen, Fliesen polieren – für all das gibt’s auf der Messe die passenden Geräte. Übrigens sind auch die kleinen Alltagshelfer gut vertreten, die manchen Besucher besonders faszinieren: ein besonders vielseitiger Klebstoff, ein Mikrofaser-Reinigungstuch, das nicht kratzt und Chemie überflüssig macht, Kochtöpfe, in denen Speisen extra schnell garen und die dabei, so die Werbung, noch Energie sparen. Bei solchen Präsentationen kommt ein wenig Flachsmarktatmosphäre auf.

Nicht wenige Aussteller nutzen die Messe, um auf ihre freien Stellen hinzuweisen: Schornsteinfeger Schoofs sucht ebenso Nachwuchs wie der Kalkarer Baubetrieb Völkers oder der Garten- und Landschaftsbauer Benno Müller aus Xanten-Marienbaum. Sabine Müller hat ein Plakat an ihrem Stand aufgehängt, an dem abzulesen ist, welche beruflichen Chancen ihr Unternehmen bietet. Und das sieht auf Nachfrage bei sehr vielen Ausstellern ähnlich aus: Vom Azubi über den Helfer bis hin zum Bauingenieur reichen die Arbeitsplatzangebote. Stark regional ausgerichtet ist die Messe, die auch noch dieses Wochenende geöffnet ist: Betriebe aus den Kreisen Kleve, Wesel und vom gesamten Niederrhein überwiegen. Ob es um Terrassenüberdachung, Zäune in Holz oder Metall, Dämmstoffe, Glaselemente oder Schwimmbäder für den Priatgarten geht – zwischen Emmerich und Mönchengladbach gibt’s da reichlich Fachkompetenz. Und für die Besucher deshalb guten Grund, sich in Kalkar einen Überblick zu verschaffen.

Energetisch vorbildliche Technologien sind ebenso ein Schwerpunktthema wie Sicherheit fürs Eigenheim. Zu beiden Themen finden auch diverse Vorträge statt. Zum Einbruchschutz etwa informiert auch der Fachmann der Kreispolizei, Peter Baumgarten. Wahrscheinlich weniger um die persönliche Sicherheit geht es dem polnischen Kunstschmied, der Zäune verkaufen möchte, aber auch Ritterrüstungen herstellt. Einen Markt soll es ja für beinahe alles geben. Übrigens muss man auf der Baumesse auch keinen Hunger leiden – kleine Speisen und Getränke sind wie immer günstig zu bekommen, sogar Schinken und Wurst aus Österreich werden angeboten. Der Eintritt kostet fünf Eurp pro Person, geöffnet ist die Messe morgens von 10 bis abends 18 Uhr.

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