Baugebiet Hasenpütt: Kranenburger CDU muss Pleite hinnehmen

Planungsausschuss : Kranenburger CDU muss Pleite hinnehmen

Die SPD hatte sich im Vorfeld gegen die Entwicklung des Baugebiets ausgesprochen und konnte im Ausschuss einen Teilerfolg erringen.

In der Planungs- und Umweltausschusssitzung der Gemeinde Kranenburg herrschte bei den meisten Themen weitgehend Einigkeit zwischen den Parteien. Allein beim Tagesordnungspunkt „Änderung des Flächennutzungsplans für die Wohnbaufläche Hasenpütt“ gab es eine Überraschung. Die Anwohner hatten bereits vor einigen Monaten gegen die Erschließung des Geländes neben ihrer Haustür mobil gemacht (die RP berichtete). Zumindest im Ausschuss musste die CDU bei der Abstimmung über den Punkt eine Pleite hinnehmen. Die SPD hatte sich im Vorfeld gegen die Entwicklung ausgesprochen und konnte einen Teilerfolg erringen. So schafften es die Sozialdemokarten mit einem Patt, dass der Antrag der Verwaltung nicht angenommen wurde. Auf sechs Stimmen brachte es die CDU. Gegen die Änderung des Plans stimmten vier SPD-Mitglieder, ein Mitglied der Bündnisgrünen sowie ein FDP-Mitglied.

Dem Rat empfohlen wurde der Bau des Kreisverkehrs am Einkaufszentrum Großen Haag. Die Kosten dafür belaufen sich inklusive des Schmutzwasserkanalanschlusses für das neue Fachmarktzentrum auf rund 600.000 Euro. Die Spurführung für Fußgänger und Radfahrer wurde optimiert.

Einigkeit herrscht, was das Thema Umgestaltung des Kranenburger Kirmesplatzes in eine Festwiese betrifft. Während der Kirmes war der Bedarf für Änderungen festgestellt worden. Ein Teil des Plans sieht auch vor, einen Naturerlebnisspielplatzes an der Grundschule anzulegen. Doch will die Verwaltung mit dem Beginn der Maßnahme warten, bis beantragte Fördermittel bewilligt sind. Die Umsetzung beläuft sich auf 322.000 Euro. Der Fördersatz würde bei 65 Prozent liegen.