Kalkar: Bald sollen Schiffe am Kernie anlegen

Kalkar : Bald sollen Schiffe am Kernie anlegen

Im Herbst 2016 soll das Wunderland Kalkar endlich den lange gewünschten Steiger bekommen. Auch wenn bis dahin noch etwas Zeit ist, gibt es schon eine Reihe von Ideen, wie der Steiger ins Angebot eingebaut werden kann.

Wunderland-Geschäftsführer Han Groot Obbink ist immer auf der Suche nach neuen Zielgruppen, die er für das Kernie begeistern kann. Jetzt hat der Niederländer die Schiffsreisenden in den Fokus genommen. "Es wäre doch attraktiv, wenn Gäste von Rundfahrten bei uns anlegen, den Park besuchen und hier auch noch übernachten", sagt er.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Aktuell ist so etwas noch nicht möglich, weil der Steiger fehlt. Das soll sich ändern. Im Herbst 2016 soll ein eigener Steiger eingeweiht werden. Genau dann soll auch die dritte Binnenschifffahrtsmesse stattfinden. Diese Veranstaltung hat 2014 zum ersten Mal stattgefunden und den Ex-Brüter auch in den Blickpunkt der Kapitäne gerückt. Der Anleger an das Wunderland Kalkar soll auf Höhe der Kartbahn entstehen. Rund 400 000 Euro werden dafür derzeit veranschlagt. Passagierschiffe mit einer Länge von bis zu 110 Meter sollen dadurch in Zukunft anlegen können.

Groot Obbink schweben gleich mehrere Ideen vor. Einmal eben, dass Schiffstouristen im Kernie übernachten. Dazu will er Kontakte zu den großen Gesellschaften knüpfen und das Interesse ausloten, das Wunderland als feste Anlaufstation ihrer Routen mit aufzunehmen.

Außerdem kann er sich auch einen Shuttle-Service per Schiff vom Wunderland an die Rheinstädte der Umgebung vorstellen. Ein Besuch der Emmericher Rheinpromenade wäre dann von Kalkar aus ebenso möglich wie ein Abstecher zur Promenade in Rees.

Als möglichen Partner hat er Rainer van Laak im Blick. Mit dem Kapitän der Stadt Rees hat es bereits mehrere Gespräche gegeben. Van Laak ist für alles offen. "Wir würden eine Kooperation sehr begrüßen, bislang ist sie lediglich am fehlenden Steiger gescheitert." Der Kapitän betreibt in der Saison auch einen Liniendienst von Xanten nach Emmerich. Dafür scheint eine zusätzliche Station in Kalkar aber eher unpraktisch zu sein. "Wir halten ja in Rees, da würden wir zu viel Zeit verlieren, wenn wir dann schon wieder am Wunderland anlegen", sagt er. Er kann sich eher vorstellen, Rundfahrten für die Wunderland-Gäste anzubieten oder eben auch den Shuttle-Service zu übernehmen. Obbink ist auch überzeugt davon, dass auch die Kalkarer Innenstadt von der Initiative profitieren kann. Er spielt damit auf den Rat von Stadtsoziologe Hans Hoorn an, der bei seinem Vortrag in Kalkar betont hatte, dass es wichtig sei, Wunderland und Innenstadt zu verbinden. "Kernie" dürfe kein Reservat sein, dass die Gäste nach dem Besuch dann verlassen, ohne nicht zumindest mal den Kalkarer Marktplatz gesehen zu haben. "Aber hier müssen natürlich auch die Geschäftsleute mit uns an einem Strang ziehen. Von attraktiven Angeboten profitieren wir alle."

(RP)
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