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Kleve: Bad: Bürger für Förderverein

Kleve : Bad: Bürger für Förderverein

Trillerpfeifen, Planschbecken, bunt bemalte Transparente – mehr als 150 Bürger demonstrierten vor dem Hauptausschuss für den Erhalt des Bedburg-Hauer Hallenbades. Gelegenheit zur Stellungnahme erhielten sie im politischen Gremium der Gemeinde zwar nicht, einen Eindruck – welcher Art auch immer – werden sie aber hinterlassen haben.

Trillerpfeifen, Planschbecken, bunt bemalte Transparente — mehr als 150 Bürger demonstrierten vor dem Hauptausschuss für den Erhalt des Bedburg-Hauer Hallenbades. Gelegenheit zur Stellungnahme erhielten sie im politischen Gremium der Gemeinde zwar nicht, einen Eindruck — welcher Art auch immer — werden sie aber hinterlassen haben.

Denn es waren sowohl die kleinen, als auch die großen Bürger, Privatgruppen und Vereine, die sich lautstark für das Hallenbad einsetzten. "Und zwar nicht nur aus Bedburg-Hau, sondern auch aus Kleve, Goch, Rees und Xanten", sagt Andreas Grunenberg. Er ist der Sprecher der Interessengemeinschaft. In den Händen hält er eine dicke Mappe. Darin befinden sich mehr als 1500 Unterschriften. Diese wurden dem Hautptausschuss mit einem Schreiben übergeben. Der Appell: "Entscheiden Sie nicht, nur um einer Entscheidung willen, wägen Sie ab, wie wichtig das Hallenbad für den Standort ist — für die Wirtschaft und für junge Familien, jetzt und in Zukunft".

Beim Protest allein blieb es nicht. Grunenberg rief die Bürger zudem auf, mehr Einsatz und Engagement zu zeigen. Beim Vorschlag einen Förderverein zu gründen, gab es sogar lautstarken Applaus. Ganz vorne mit dabei waren Rosa und Maya aus Kleve. Die beiden Siebenjährigen gehen gerne ins Hallenbad und würden dafür sogar ihre Spardose plündern.

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Im gestrigen Hauptausschuss äußerten sich die Politiker zwar nicht, der FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Hendricks sagte aber vorab: "Wenn Kleve das Superbad baut, können wir davon ausgehen, dass noch weniger Schwimmer das BedburgerNass besuchen werden." Und an einem Neubau in der Kreisstadt lässt die dortige Arbeitsgruppe Bäder keinen Zweifel aufkommen. Die diskutierte jetzt Varianten für ein neues Hallenbad, sprach über Kosten und Standorte. Schon Mitte des Jahres will sie der Politik ein Konzept vorstellen. "Da das Gutachten für das Hallenbad größere Sanierungsmaßnahmen innerhalb von drei Jahren vorsieht, wird eine Umsetzung der Varianten in diesem Zeitraum angestrebt", sagt Kleves Bäderchef Heinz Waskowiak. Bau- und Unterhaltskosten würden umgesetzt auf die jährlichen Kosten für eine Sanierung des Hallenbades 660 000 Euro kosten (das unsanierte Bad kostet 514 000 Euro) ein Neubau 700 000 Euro und ein großer Neubau 940 000 Euro pro Jahr. Das Freibad kostet jährlich 500 000 Euro. Die reinen Bau- oder Sanierungskosten liegen zwischen 4,6 und 16,5 Millionen Euro.

Was mit dem Hallenbad in Bedburg-Hau passiert, entscheidet sich nächste Woche Donnerstag im Rat der Gemeinde. Die IG jedenfalls hat erneut zum Protest aufgerufen.

Internet www.rp-online.de/kleve

(RP/url)