Kleve: Aussichtsturm vor der Neueröffnung

Kleve: Aussichtsturm vor der Neueröffnung

Eine Gruppe um den Kulturmanager Bruno Schmitz will das ehemalige Restaurant auf dem Klever Berg mit Leben füllen. Gebaut wird derzeit am Restaurant. Den Turm muss dann die Stadt sanieren. Buntes Veranstaltungsprogramm geplant.

Die Bauarbeiten am ehemaligen Restaurant "Zum Aussichtsturm" neigen sich dem Ende zu. Jetzt wurden die letzten großen "Löcher" in die Fassade zur Königsallee ausgeschlagen, gestern kamen die Fenster. Die hässliche Überdachung zwischen dem Turm und dem Restaurant ist abgerissen, so dass das städtische Baudenkmal endlich wieder allein steht und sogar ein bisschen erhaben wirkt, oben auf dem letzten Stück Hügel des Klever Bergs. Drinnen im Restaurant hocken die neuen "Betreiber" des alten Restaurants, der Klever Kulturmanager Bruno Schmitz sowie Planer Jürgen Rother, Mechtild Jansen und Barbara Jacobs, um einen Eimer Farbe, ein Handwerker rollt die Innenwände, die Fliesen in der Küche sind verlegt. "Es fehlt jetzt noch die Einrichtung. Wir werden eine neue Küche bekommen", sagt Rother. Und wenn die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite — dort, wo früher die Küche war — rausgeschlagen sind, werde es optisch noch größer und vor allem viel heller, erklärt der Planer. Der Eröffnungstermin mit großer Feier steht auch fest: Samstag, 13\. Juli. Was genau passieren soll, daran arbeitet die Aussichtsturm-Crew noch.

"Wir bauen nur das Restaurant - den Turm muss die Stadt sanieren. der ist derzeit deshalb auch nicht begehbar", sagt Bruno Schmitz. Die Stadt werde aber im Herbst mit den Arbeiten am Turm beginnen. Dann sollen auch das historische, gusseiserne Geländer wieder aufpoliert und neue, passende Lampen aufgestellt werden. "Das wird schön, was die Stadt macht", sagt Schmitz. Der Platz wird teilweise gepflastert, es wird noch eine Treppe statt ausschließlich Rampen geben, und der Turm wird komplett saniert und gesäubert. Wenn die städtischen Arbeiten abgeschlossen sind, bekommt auch das Restaurant seine endgültige Farbgebung. "Die genaue Außenfarbe wird dann mit dem Denkmalschutz abgeklärt. Bis dahin gibt es einen provisorischen aber einheitlichen Anstrich", erklärt Rother.

Geöffnet wird das Restaurant jeweils donnerstags. "Das sollen besondere Abende werden, die unter einem Thema stehen", sagt Mechtild Jansen. Das könnte ein Spieleabend sein, alle drei bis vier Wochen sollen hier Kochabende mit professioneller Unterstützung (Bruno Schmitz: "Wir stellen Küchenhilfen") stattfinden. Das alles werden aber geschlossene Veranstaltungen sein, für die man sich anmelden muss. "Wir werden diese Veranstaltungen rechtzeitig auf unserer Internetseite www.aussichtsturm-kleve.de bekannt geben", sagt Schmitz.

Der Freitag ist ganz normal für alle geöffnet. Anfangs soll jeweils einer aus dem neuen Aussichtsturmteams da sein. Es gibt Bier und Snacks an dem Tag.

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Samstags kann man den Aussichtturm für Gesellschaften buchen — hier liegen schon sehr viele Anfragen vor. Solche Buchungen könnten auch für Montag bis Mittwoch möglich werden, sinniert Schmitz.

"Wir werden dann sehen, wie sich die einzelnen Tage entwickeln — insgesamt sind wir ja noch in einer Findungsphase", sagt Rother. Das gilt vor allem für den Sonntag. Hier soll einmal im Monat ein gemeinsames Singen stattfinden.

Und vielleicht wird tagsüber auch die Außengastronomie möglich werden . . .

(RP)
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