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Kleve: Aufwärts für die Neue Mitte

Kleve : Aufwärts für die Neue Mitte

In Kleves Neuer Mitte wurde die Rolltreppe eingeweiht. Die Eröffnung markiere einen wichtigen Schritt in der Neugestaltung der Passage, sagt Lothar Quartier. Bürgermeister Brauer: "Neue Mitte bleibt das Herz Kleves."

Man konnte sie schon spüren, die Umbaumaßnahmen in der Neuen Mitte. Während draußen am Samstag Vormittag eher herbstliche 12 Grad herrschten, war es in Kleves Einkaufspassage sommerlich warm. Ein Verdienst des verbesserten Daches, das bereits zur Hälfte fertiggestellt ist und mit der eher zugigen Vergangenheit Schluss machen soll.

"Vor etwa zwei Jahren haben wir zusammen gesessen und beschlossen, dass wir etwas gegen das schlechte Image der Neuen Mitte machen müssen", sagte Lothar Quartier von CurryQ, das eine Filiale im Obergeschoss des Einkaufszentrums hat. Die Menschen hätten sich beklagt, dass es kalt, glatt und feucht sei und es ständig ziehe. Vor allen Dingen wegen der Treppe habe es Beschwerden gegeben. Darum habe man sich entschieden, insgesamt rund 450 000 Euro zu investieren, alleine 120 000 Euro davon in eine neue Rolltreppe.

Ruud Kraaij, Geschäftsführer des Eigentümers Nerbenta, habe ganz rote Ohren bekommen, als er gehört habe, was man alles vorhabe, erzählt Quartier. "Aber gemeinsam haben wir es angepackt und sind nun an einem Punkt angekommen, wo wir mal auf das Erreichte anstoßen wollen", sagte er. So markiere die Eröffnung der Rolltreppe einen wichtigen Schritt in der Umgestaltung der Neuen Mitte. Bis zum zehnjährigen Jubiläum im nächsten Jahr sollen alle Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein. Dann wird es auch einen neuen Boden aus gebackenen Klinkersteinen geben. Ein Boden, von dem auch Bürgermeister Theo Brauer schwärmte. "Das wird ein wunderschöner Naturboden, der die Menschen in die Geschäfte leitet", versprach er den mehreren Dutzend Neugierigen, die zur Eröffnung der Rolltreppe gekommen waren. Seine Botschaft: Auch wenn sich die Neubauten der Stadt in letzter Zeit eher auf die Unterstadt konzentriert haben, soll die Einkaufspassage in der Oberstadt an Wichtigkeit nicht verlieren. "Die Neue Mitte bleibt das Herz Kleves. Denn nur wer ein starkes Herz hat, der hat auch Kraft für seine Glieder", so Brauer, der sich vom Verkaufstandort Kleve vollkommen überzeugt zeigte. Man wisse zwar um das schwierige Gebilde Neue Mitte, aber auch um die Erfolgsgeschichte, die sie seit neun Jahren schreibe. "Wir sind eine so starke Einkaufsstadt, überall führend, auch in allen Indizes. Jeder beneidet uns darum", sagte Brauer.

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So ließ er sich es nicht nehmen, als einer der ersten mit der neuen Rolltreppe zu fahren, nachdem er diese feierlich eröffnet hatte. Die Besucher taten es ihm gleich und machten eine samstägliche Probefahrt der etwas anderen Art. Rauf — und wieder runter. Erster Eindruck? Überzeugend. Der Fahrstuhl bleibt übrigens bestehen, darauf hatten sich alle Geschäftsleute geeinigt.

(lukra)