Auf der Grünen Woche in Berlin wirbt der Kreis für seine Agrarprodukte

Kreis-WfG : Blumen und Spargel repräsentieren Region

Ab dem 18. Januar präsentiert sich der Kreis Kleve auf der bekannten Publikumsmesse „Grüne Woche“ in Berlin. Es geht unter anderem um den am Niederrhein wichtigen Agrarsektor - um Gutes aus Landwirtschaft und Gartenbau.

Mancher spöttelt gerne über die „große Fressmeile“, aber für Hans-Josef Kuypers, den Wirtschaftsförderer des Kreises, und viele andere Insider ist die Grüne Woche in Berlin eine gern genutzte Chance, auf die Stärken des Niederrheins aufmerksam zu machen. Vom 18. Januar an präsentiert sich der Kreis auf der traditionsreichen Verbrauchermesse, deren Besucher sehr gerne die angebotenen Häppchen und Getränke probieren. Aber eben auch Informationen mitnehmen und als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Im Beisein einiger Branchenvertreter berichtete Hans-Josef Kuypers über die Pläne für den Auftritt in der Bundeshauptstadt.

„Die Besucher der Grünen Woche wollen sehen und erleben, was Landwirtschaft und Gartenbau zu bieten haben“, sagt Kuypers. Deshalb stelle sich der Kreis an dem schönen Stand in der NRW-Halle mit vielen bunten Blumen, aber auch mit Gemüse und Tieren dar. „Wir haben unsere Aktion unter das Motto ,Blumengrüße vom Niederrhein’ gestellt  und möchten darauf aufmerksam machen, dass sehr viele Pflanzen, Gemüse und Obst vom Niederrhein kommen“, ergänzt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin des Agrobusiness Niederrhein. Die Wertschöpfungskette der Branche habe viel zu bieten, und das müsse man auch in anderen Regionen bekannt machen. Gesunde  Sachen frisch auf den Tisch - darauf kommt es auch den Spargelbauern an, die nicht nur im Südkreis mit dem Zentrum Walbeck, sondern bekanntlich auch in Goch-Kessel stark vertreten sind. Wo sandiger Boden vorhanden ist, gedeiht das edle Gemüse - im Kreis Kleve besonders gut.

Gartenbau und Milchviehhaltung im Kreis Kleve stehen deutschlandweit an der Spitze. Das sollen die Berliner ruhig erfahren. „Natürlich sind sie Fans ihres eigenen Spargels“, weiß zum Beispiel Bernd Heußen von „Straelemann“, dem Feinkostgeschäft in der gleichnamigen Stadt. Aber sie seien auch neugierig, die Hauptstädter, und führen gerne zum Beispiel mit dem Wohnmobil oder zu einem Radel-Wochenende los. Warum nicht an den Niederrhein? Zum Spargelröllchen und einem guten Schluck wird ihnen am Messestand auch gerne eine Touristik-Broschüre mit auf den Weg gegeben.

Andreas Pellens au Geldern wird seine prächtigen Hortensien in reicher Sortenvielfalt am Stand des Kreises aufbauen, Kollege Heinz Manten bringt die Azaleen dazu. Eurofleurs Elbers aus Kevelaer wird seine Eriken und Callunen ins rechte Licht rücken. Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser und die beiden Steuerberater Norbert Steger und Michael Minte n bringen noch andere Kompetenzen mit, wissen einiges über die Wirtschaftskraft des Agrobusiness. Weil der Verband nicht an der Kreisgrenze halt macht, engagieren sich in ihm auch Berufsvertreter aus dem westfälischen Münsterland. Neben Vieh- und Pflnazenproduzenten sind es zudem Akteure aus vorgelagerten Branchen, etwa solche, die mit landwirtschaftlichen Maschinen, Energieberatung oder Dienstleistungen ihr Geld verdienen und viele Arbeitsplätze stellen.

Besucher vom Niederrhein, die sich auf den weiten, aber in vielfacher Hinsicht lohnenden Weg nach Berlin machen, können am Agrobusiness-Stand (inmitten von Blumen) auch ein Foto von sich machen lassen und mit einem Gruß versehen an ihre Liebsten daheim schicken. Oder eben hier und da ein paar leckere Sachen naschen.

Da hat nicht zuletzt Barbara Koppers-Janßen aus Goch ein paar tolle Ideen kreiert: Ihr „Koppers Krütt“ aus Zuckerrübe oder Apfel wird sie auf Schwarzbrot, als pikantes Süßungsmittel in Kürbissuppe  und in einem Zwiebel-Relish zur Verkostung anbieten. „Probieren darf aber nur, wer bereit ist, zu raten, was er da gerade nascht: Rüben- oder Apfelkraut?“, sagt die Gocherin schmunzelnd. Ihr 13-jähriger Sohn, der offenbar ein Talent fürs Direktmarketing hat, bekam von seiner Schule sogar eine Unterrichtsbefreiung, um am Stand mithelfen zu dürfen. Da lernt er garantiert fürs Leben.

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