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Serie Evonik-Kinderuni: Auch Farben müssen zusammenhalten

Serie Evonik-Kinderuni : Auch Farben müssen zusammenhalten

In Lack, Farben und vielen anderen Stoffen sind Bindemittel enthalten. Was diese bewirken, erklärt die heutige Folge der Evonik-Kinderuni. Dafür haben wir in einem Chemie-Labor Martina Eichhorn besucht.

Eine gute Verbindung hält ganz schön was aus. Das gilt nicht nur für Freundschaften, sondern auch in der Chemie. Beim Experiment mit der Eiswürfel-Angel habt ihr gesehen, wie sich mit Hilfe von Salz ein Wollfaden mit Eis verbindet. Auch für viele Produkte, die im Alltag verwendet werden, braucht man Zusammenhalt. Für Farben und Lacke zum Beispiel. Chemiker sprechen dabei von Bindemitteln. Diese bewirken, dass sich Stoffe gut ergänzen und nicht auseinanderfallen.

Martina Eichhorn arbeitet bei der Firma Evonik in Darmstadt mit Lackbindemitteln. Im Labor prüft sie, ob die Bindemittel eines Lacks das tun, was sie sollen, zum Beispiel, ob sie tatsächlich verhindern, dass Rost entsteht. "Meine Kollegen und ich bekommen Produktproben, die wir dann hier untersuchen", sagt Martina Eichhorn. Das sind unter anderem Bindemittel für Schiffsfarben, Kunststofflacke oder Druckfarben. Mit solchen Farben werden beispielsweise Zeitungen gedruckt.

Martina Eichhorn beschäftigt sich als Erstes mit dem Aussehen einer Probe. "Ich achte darauf, wie die Probe an sich aussieht. Danach wird mit Hilfe von weiteren Inhaltstoffen, zum Beispiel einem Pigment, das die Farbe bestimmt, ein Lack hergestellt. Dann teste ich, wie gut er auf verschiedenen Untergründen wie Glas, Holz oder Metall hält und wirkt", erklärt die Chemielaborantin. Sie prüft auch: Ist der Lack so dünnflüssig wie Wasser oder eher so dickflüssig wie Honig? Außerdem prüfen die Chemiker mit einem Messgerät die Farbe. Sie können so bestimmen, wie blau ein Blau ist oder wie gelb ein Gelb ist. Es gibt für jede Farbe festgelegte Vergleichswerte. Dadurch kann man sehen, ob man die Farbe, die erreicht werden sollte, auch erreicht hat. "Wir möchten wissen, wie gut das Bindemittel dem Pigment helfen konnte, die angestrebte Farbe zu erreichen, sagt Eichhorn.

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Die Lacke, für die Evonik Bindemittel entwickelt und herstellt, werden unter anderem dafür genutzt, um Containerschiffe anzustreichen. Sie schützen die Schiffe vor Rost, der durch Wasser, Sonne und Salz entsteht. Da diese riesigen Schiffe auf allen Weltmeeren unterwegs sind, ist das sehr wichtig. "Wir überprüfen, wie gut unser Bindemittel das Rosten verhindert", sagt die Lack-Expertin. Dazu nehmen die Chemiker beispielsweise eine Platte, die aus dem gleichen Material wie ein Schiffsrumpf besteht. Sie bestreichen die Platte mit dem Lack und setzen sie einem sehr starken und hellen Licht, Salzwasser und Wärme aus. "Wir stellen das warme Meeresklima genau nach", sagt Martina Eichhorn. So stellen die Chemiker fest, ob und wie die Bindemittel noch verbessert werden können.

(RP)