Kreis Kleve: Armin Laschet zum "Koningsdag" in Kleve

Kreis Kleve : Armin Laschet zum "Koningsdag" in Kleve

Draußen stimmte eine große Drehorgel auf den Hollandtag ein, drinnen sorgten die Mitglieder der "Zeeuwse Kledertracht" für internationale Folklore: Der niederländische Honorarkonsul in Kleve, Freddy Heinzel, hatte zum traditionellen Empfang zum "Koningsdag" eingeladen. Und auch wenn der König Willem-Alexander, Prinz von Oranien-Nassau, Jonkheer van Amsberg, mitsamt Gemahlin Maxima nur als großes orange-gerahmtes Foto dabei war, füllte sich der Saal im deutsch-niederländischen Businessclub an der Siemenstraße komplett. Denn kein Geringerer als Ministerpräsident Armin Laschet war nach Kleve gekommen und so reihten sich viele Bürgermeister des Kreises Kleve, des Kalkarer Militärs, der Feuerwehr und viele, viele Niederlande-Freunde ein in die Reihe, dem Konsul zum Geburtstag des Königs die Hand zu schütteln.

Er hatte damit ein Versprechen an seinen langjährigen Freund Heinzel eingelöst, zum Koningsdag-Empfang zu kommen und diesen auch nur hier in Kleve zu begehen, meinte der Ministerpräsident launig, nachdem Heinzel die Gäste - vorneweg Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing - begrüßt und die Grüße des Königs überbracht hatte.

Laschet betonte eindringlich die guten Beziehungen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes zu seinem westlichen Nachbarn. In der Grenzregion werde seit Jahrzehnten Euregio gelebt und schon der Schmuggel in der Nachkriegszeit habe den EU-Binnenhandel vorweggenommen, so der in Aachen ebenfalls unweit der deutsch-niederländischen Grenze aufgewachsene Laschet gutgelaunt. Doch, so der Ministerpräsident, diesmal deutlich ernster, bei der Maut höre der Spaß auf (Applaus im Saal). "Wir würden uns wünschen, wenn sie nicht kommt".

Entschieden sei man auch gegen Ideen Horst Seehofers, die seit Schengen offenen Grenzen wieder dicht zu machen: "Das wollen wir zwischen den Niederlanden und Deutschland nicht".

(mgr)
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