Kleve: Antenne: Bollmann will Campus-Radio

Kleve: Antenne: Bollmann will Campus-Radio

Neujahrsempfang von Antenne Niederrhein: Drs Hans Vlaskamp, Vorsitzender der Veranstaltergemeinschaft, gibt schwarze Zahlen bekannt. Zum achten Mal in Folge. Chefredakteur Tommi Bollmann hat jüngere Hörer im Visier.

2012 sollte ein Krisenjahr werden. Auch für Antenne Niederrhein. Das erklärte drs. Hans Vlaskamp beim Neujahrsempfang des beliebtesten Senders im Kreis Kleve auf dem Flughafen Weeze ganz offen. Und noch viel lieber vermeldete der Vorsitzende der Veranstaltergemeinschaft, dass die Antenne schwarze Zahlen schreibt. Zum achten Mal in Folge. Allen Unkenrufen und Prognosen zum Trotz. Eine Leistung, die von den Gästen aus Politik, Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen mit Applaus honoriert wurde.

"Antenne Niederrhein ist längst schon nicht mehr aus dem öffentlichen Leben des Kreises Kleve wegzudenken", so Vlaskamp weiter, der einen der Gründe für den Erfolg des Senders in den wenigen Personalwechseln sieht. Ein eingespieltes Team also, dass sich auch gegenseitig vertreten kann und so immer auf dem gleichen Niveau arbeitet, so der Vorsitzende. Dass die Antenne-Crew dabei auch den von der Politik geforderten öffentlichen Auftrag der Meinungsvielfalt vor allem im redaktionellen Bereich stemmt, gab es als Lob noch obendrauf.

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Bevor sich die etwa 100 geladenen Gästen den leckeren Häppchen und vielen Gesprächen zuwenden konnten, hatte Tommi Bollmann das Wort. Der Chefredakteur sparte ebenfalls nicht mit Lob fürs Team, das er anschließend via Leinwand vorstellte. Nach seinem Vortrag, in dem er auch die veränderten Strukturen der Radioarbeit vorstellte, wagte das Antenne-Urgestein dann einen Blick in die Zukunft.

Und da schwebt Bollmann ein Campus-Radio vor, das bei der schnell wachsenden Zahl an Studenten in Kleve wohl eine richtige Entscheidung darstellt. "Mit Unterstützung unserer Redaktion sollen so Sendungen entstehen, die beispielsweise am Nachmittag oder frühen Abend gesendet werden könnten", so der Antenne-Chef auf RP-Anfrage. Dabei soll den Studenten in puncto Themen-Auswahl viel Freiheit gewährt werden — in Sendungen, die vom Radio-Nachwuchs natürlich auch selbst gestaltet werden. "Eine Verknüpfung mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ist für uns und die Studenten dabei selbstverständlich", so Bollmann weiter. So könnten Hörer dann schon während der Sendung Meinungen, Anregungen, Lob und Kritik im Internet los werden. "Außerdem ziehen wir aus diesen sozialen Netzwerken viele Anregungen für Themen", verrät der Chefredakteur, der nach dem selbst kreierten Slogan "Interessieren statt passieren" die Geschicke des Lokalradios leitet. Will heißen: Die Redaktion lebt schon lange nicht mehr vom Terminkalender, der oft mit ständig wiederkehrenden Terminen bestückt ist. Sondern die Redakteure setzen selbst Themen. Wobei eben auch Facebook und Twitter helfen.

(RP/ac)