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Kleve: Ansätze werden Umsätze

Kleve : Ansätze werden Umsätze

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Kreis Kleve setzt im wirtschaftlich schwierigen Umfeld auf positive Entwicklungen im Tourismus. Auf Kreisebene zuständig ist die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. Kleves RP-Redaktionsleiter Jürgen Loosen sprach mit WfG-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers.

Wie beurteilt die Kreis-WfG die Situation?

Hans-Josef Kuypers Beim Neujahrsempfang der Dehoga hat Hermann Große Holtforth als Kreis-Vorsitzender kürzlich, wie berichtet, die Zusammenarbeit von Dehoga und Kreis-WfG ausdrücklich positiv dargestellt. Auch den Mitgliedern ist nicht verborgen geblieben, dass die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve mit der RP-Serie "Ausbildung im Dehoga-Betrieb", mit dem Tourismuskongress auf Schloss Wissen, mit dem ersten "Busunternehmertag", mit dem auch elektronisch in den Dehoga-Häusern verfügbaren Veranstaltungskalendern, mit der personellen Unterstützung im Airport-Büro und der ersten Grünkohl-Woche als Image prägende Aktion den ganz engen Schulterschluss gesucht und wohl auch gefunden hat. Wir sind vollends davon überzeugt, dass Ansätze zu Umsätzen werden.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Übernachtungszahlen?

Kuypers Wir erleben eine gute Entwicklung. Nie zuvor haben die Kollegen vor Ort, der Niederrhein-Tourismus und die Kreis-WfG als mittlere und vermittelnde Ebene, so zielorientiert und effizient zusammen gearbeitet wie in den letzten Jahren. Da läuft vieles in die richtige Richtung. Endlich gibt es in jeder Stadt und Gemeinde unseres Kreises mindestens einen Reisemobil-Stellplatz, was auch den Gastronomie-Umsätzen gut tut. Kurzum: Die Gäste danken es uns allen. Selbst in den täglichen Fernseh-Wetterberichten findet der Niederrhein statt.

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Danken die Gäste es in der Zahl?

Kuypers Ja. In den letzten 20 Jahren haben sich die Übernachtungszahlen im Kreis Kleve nahezu verdreifacht. Und zwar von 285 000 Übernachtungen in 1988 auf 850 000 Ende 2008. Alleine im Jahr 2008 verbuchte das Kreisgebiet 17,9 Prozent mehr Übernachtungen als ein Jahr zuvor. Ein unbeschreiblicher Schub nach vorn, der nur durch das Zusammenspiel von Airport Weeze und den vielseitigen Marketing-Aktivitäten zu erklären ist. So etwas kann — das wissen alle Fachleute — nicht jedes Jahr sein. Bis zum Oktober 2009 — jüngere Zahlen gibt es noch nicht — zählte man im Kreisgebiet 726 000 Übernachtungen.

Gibt es hinter den Zahlen mehr, das bemerkenswert ist?

Kuypers Durchaus: Zum Beispiel die Tatsache, dass mit dem Airport Weeze bekanntlich viele Gäste in den späten Abendstunden den Kreis Kleve erreichen. Erstaunlicher Weise haben sich einige Hotels darauf bislang nicht eingerichtet. Da geht ab 22 Uhr nichts mehr — auch keine Nachtglocke. So verwundert es nicht, dass manche Gaststätte davon profitiert und ein Plus von Übernachtungsgästen ausweist, das jenseits von 100 Prozent liegt. Da ist auch den Taxifahrern zu danken, die noch am späten Abend hellwach sind und genau diese Adressen finden.

(RP)