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Anne Fuchs (OK): Minoritenplatz in Kleve wird mit Leben erfüllt

Entwurf für Bebauung : Anne Fuchs (OK): Platz mit Leben erfüllt

Einige Klever Bürger haben einen Entwurf für den Minoritenplatz vorgelegt. Anne Fuchs von den Offenen Klevern hält den für gelungen. Die Sichtachsen blieben frei und der Platzcharakter erhalten.

 Eine Gruppe einiger Klever Bürger hatte einen Plan für den Minoritenplatz entwickelt und den Ratsfraktionen vorgestellt (RP berichtete). Anne Fuchs, fraktionsfreies Ratsmitglied der „Offenen Klever“, begrüßt die Initiative dieser Bürger. „Die Planung geht davon aus, einen öffentlichen Platz mit Leben entstehen zu lassen. Darin unterscheidet sie sich völlig von allen bisherigen Ansätzen“, sagt Fuchs.

Frühere  Konzepte hätten zum Zweck gehabt, dass die Stadt möglichst viel Fläche für möglichst viel Geld verkaufen wollte. „Schon viel zu viel städtischer Grund und Boden am Minoritenplatz ist scheibchenweise zugunsten der Stadtkasse ,wegverwaltet’ worden: E rst für das Rilano-Hotel, dann für die Volksbank. Die Wünsche der Bürger wurden in Aktenordnern begraben“, sagt Fuchs.

Jetzt solle das städtische Areal, das ja allen Klevern gehört, im Besitz der Allgemeinheit bleiben, betont sie. Das sei die beste Gelegenheit, die Bürger nun doch noch zu beteiligen. Der vorgestellte Plan enthalte Vieles, das von den Klevern akzeptiert und begrüßt werden kann.

Die „Offenen Klever“ fordern seit vielen Jahren den Verzicht auf eine Bebauung des Minoritenplatzes. „Wir machen uns nicht erst seit 2018 für einen ,Ereignisplatz’ stark. Aus einer von uns 2017 beauftragten Forsa-Umfrage wissen wir, dass eine Mehrheit der Klever Bürger gegen eine Bebauung des Minoritenplatzes ist. Leider findet sich im Rat dafür keine Mehrheit“, betont Fuchs.

Der von Klever Bürgern jetzt vorgelegte Plan des Architekten Podrecca würde den Minoritenplatz groß genug belassen für viele Veranstaltungen, findet Fuchs. In seiner quadratischen Form würde er zum repräsentativen Zentrum werden. Das decke sich zu 100 Prozent mit den Vorstellungen der „Offenen Klever“. Der aktuell noch gültige Bebauungsplan schreibe, so Fuchs, „leider einen verwinkelten Hinterhof und sogenannte Angst-Räume fest“.

Der vor einem Jahr vom Rat beschlossene Bebauungsplan widerspreche in vielen, zentralen Punkten selbst dem, was derselbe Rat zwei Jahre zuvor noch gefordert hatte: so würden beispielsweise zwei massive Blöcke die Blicke und Wege versperren.

 Podrecca halte sich mit seinem Vorschlag vorbildlich an die Eckpunkte des Rates, so Fuchs. Er lasse die Sicht- und Wegeachsen frei. Das Gebäude, das trotzdem noch errichtet werden könnte, wäre immer noch groß genug für eine sinnvolle Nutzung.Die Offenen Klever schlagen vor, Stadtbücherei und Volkshochschule an einem zentralen Platz in der City zu bündeln, ergänzt um Seminarräume. „Ein Teil der Räume könnte von der Hochschule mitgenutzt werden, ein Café mit Außenterrasse würde den Platz zusätzlich beleben. Für diese Mediathek wäre der Minoritenplatz der ideale Standort. Podreccas Gestaltungsvorschlag bietet dafür die beste Voraussetzung“, so Fuchs.