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Ameland: Auch Lager aus Kellen sagt Fahrt ab

Corona auf der Insel : Auch Amelandlager aus Kellen ist abgesagt

Als letztes Ferienlager im Kleverland musste jetzt auch das Amelandlager Kellen 2021 abgesagt werden. Bei einem Lager aus Bedburg-Hau hatte es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben.

(RP) Es hatte lange und intensive Gespräche mit dem Team um Lagerleiterin Birgit Krake und mit Abgesandten des Seelsorgeteams der Trägerschaft, der Willibrordgemeinde Kellen, gegeben, wie es in einer Mitteilung heißt. Lange sei über das Für und Wider der Durchführung der zweiwöchigen Maßnahme gesprochen worden.

Am Ende habe letztlich die Vernunft mit Blick auf das Nachbarland, das jüngst von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft wurde, gesiegt, so die Veranstalter. Die Verantwortung sei sowohl für den Träger als auch für die ehrenamtlichen Betreuer und das Küchenpersonal zu groß gewesen – und natürlich auch für die Kinder. „Das Wohl der Kinder steht im Vordergrund, zumal man heute noch nicht weiß, wie sich die Dinge in den nächsten Tagen weiter entwickeln“, heißt es in der Mitteilung. Da das Lager Kellen erst in den letzten zwei Wochen der Sommerferien geplant war, könne man im Hinblick auf Quarantäneregelungen das Risiko nicht eingehen, zumal kurz nach der Rückkehr der offizielle Schulbeginn wieder ansteht.

  • Stephan Reinders 
RP-Archivfoto: KDS
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Die Gesundheit der Kinder stehe im Vordergrund, diese seien aber auch letztendlich die Leidtragenden. „Denn auch im nächsten Jahr werden die Acht- bis Zehnjährigen noch nicht geimpft sein und hinter der Durchführung der Ferienmaßnahmen 2022 steht noch ein dickes Fragezeichen“, heißt es. Es bleibe zu hoffen, dass die Unterkünfte Verständnis aufbringen und dieses Jahr nicht das Ende einer mehr als 50-jährigen Ära der Ameland-Fahrten aus der Partnerstadt Kleves sein wird.