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Kalkar: Am Montag Abstimmung über die Zukunft der Kalkarer Wehr

Kalkar : Am Montag Abstimmung über die Zukunft der Kalkarer Wehr

Die Sitzung des Ausschusses für Feuer- und Katastrophenschutz des Rates der Stadt Kalkar (Montag, Beginn: 17 Uhr) dürfte nicht nur zahlreiche Zuhörer in den Sitzungssaal im Rathaus locken, die Debatte wird wohl auch heftig geführt werden. Einziger Tagesordnungspunkt ist die künftige Organisation der Feuerwehr im Kalkarer Stadtgebiet. Schon im Vorfeld waren nicht nur unterschiedliche Positionen aufeinander geprallt. Es hatte auch harsche Kritik am Vorgehen der Verwaltung mit Bürgermeister Gerhard Fonck an der Spitze in dieser Angelegenheit gegeben.

Ausgangspunkt war der Auftrag der Verwaltung an zwei Gutachterbüros, Vorschläge für die "Optimierung des Immobilien- und Gebäudemanagments der Stadt Kalkar — Teilnutzung Feuerwehr" zu machen. Kernaussage der Gutachtenwar: Die Feuerwache in Kalkar wird saniert, die Gerätehäuser in Wissel und Appeldorn neu gebaut, die in Grieth, Hönnepel, Niedermörmter und Emmericher-Eyland geschlossen. Nach Ansicht der Kalkarer Wehr hielt die Verwaltung die Gutachten lange "geheim" und verweigerte jede Zusammenarbeit. In einer von der Verwaltung erwünschten Stellungnahme entwickelten die Brandbekämpfer ein Konzept, mit dem alle Löschgruppen erhalten werden könnten, reichten dieses bei der Verwaltung ein, bekamen acht Wochen lang keine Reaktion und gingen an die Öffentlichkeit. Unterstützung und Lob für ihr Konzept erhielt die Wehr nicht nur von der Rats-Opposition, sondern auch vom Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer. Dieser empfahl Verwaltung und Rat in Kalkar "dringend" den Kreis und die Bezirksregierung in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Schließlich hätten Kreis und Bezirksregierung die Möglichkeit, Ratsbeschlüsse einzuziehen, auf Grund derer der Brandbedarfsplan nicht mehr erfüllt werde. Heute haben erst die von der Stadt beauftragten Gutachterbüros das Wort und sollen die Alternativ-Vorschläge der Kalkarer Feuerwehr beurteilen. Danach können die Ausschussmitglieder debattieren — wenn sie das Thema nicht zur Diskussion in die Fraktionen zurückverweisen.

(RP)