1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Am 7. April findet der Solidaritätslauf für El Salvador in Kleve statt

Solidaritätsveranstaltung in Kleve : Laufen gegen Gewalt in El Salvador

Die Solidaritätsveranstaltung ist am 7. April. Weitere Unterstützer sind erwünscht.

Die katholische Kirchengemeinde St. Willibrord Kleve und die evangelische Kirchengemeinde Kleve veranstalten am Sonntag, 7. April, wieder ihren gemeinsamen Solidaritätslauf. In diesem Jahr steht – anknüpfend an die aktuelle Misereor-Fastenaktion – das zentralamerikanische Land El Salvador im Mittelpunkt.

Die Solidaritätsveranstaltung beginnt um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kellener Auferstehungskirche. Um 11.30 Uhr soll der Lauf vor der Kirche starten: Von Kellen aus geht es zunächst zum Elsabrunnen, wo die Organisatoren Informationen und Aktionen bieten. Danach geht es weiter zum Opschlag, wo in Verbindung mit dem beginnenden Stadtfest die Band „Konga Quings“ spielen wird. Gegen 13 Uhr brechen die Laufteilnehmer dann wieder nach Kellen auf. Dort sind ein Segen in der evangelischen Kirche und ein Picknick geplant.

Teilnehmen kann jeder, der sich für El Salvador einsetzen will. Die Läufer sind aufgerufen, sich Sponsoren zu suchen, welche für das Absolvieren der Strecke einen frei wählbaren Betrag spenden. Mit dem Erlös wollen die Kirchengemeinden die AG „Fairständnis“ des Konrad-Adenauer-Gymnasiums unterstützen, die sich bereits seit 20 Jahren für ihre Partnerschule in der ländlichen Gemeinde Nueva Esperanza einsetzt.

Ganz konkret sollen mit dem Geld Seminare für den Abschlussjahrgang der Partnerschule ermöglicht werden, welche sich den Themen Gewaltprävention und Lebensplanung widmen. Der Anlass ist ernst: Jugendbanden, die sogenannten „Maras“, überziehen das Land mit Gewalt. Laut einer Statistik der Vereinten Nationen wies El Salvador 2016 mit Abstand die höchste Tötungsrate der Welt auf – 82,8 Tötungen gab es pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Rate 2016 laut Statistik bei 1,2.

Der 16 Jahre alte KAG-Schüler Bela Oster ist einer von rund 20 AG-Aktiven, die sich unter der Leitung von Lehrer Bruno Janßen für ihre Partnerschule einsetzen. Oster hatte im vergangenen Dezember zwei Austauschschüler aus Nueva Esparanza zu Gast. „Als ich einmal erst nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause gekommen bin, haben die beiden sich sehr große Sorgen um mich gemacht. Sie kennen es aus ihrer Heimat gar nicht, dass man im Dunkeln noch vor die Tür gehen kann“, berichtet der Schüler.

Die Veranstalter des Solidaritätslaufes rufen die Bevölkerung zur Unterstützung auf: Läufer, Spender und Menschen, die sich über die blutige Situation in El Salvador informieren wollen, sind herzlich eingeladen.