Kleve: Alle Häuser der Stadt im Blick

Kleve : Alle Häuser der Stadt im Blick

Das Gebäudemanagement der Stadt Kleve (GSK) verwaltet seit Januar alle Häuser und Objekte der Stadt zentral. Das soll Geld sparen und die Verwaltung von städtischen Objekten effizienter machen.

20 Schulen, 70 Wohngebäude, zwölf Feuerwehrgerätehäuser und ein Rathaus – von Großgebäuden wie Konrad-Adenauer- und Stein-Gymnasium, vom repräsentativen Museum Kurhaus bis zur einzelnen Wohnung besitzt die Stadt Kleve 190 Gebäude und Objekte. Damit waren bis jetzt zehn verschiedene Abteilungen beschäftigt. Da wusste die linke Hand auch mal nicht, was die rechte machte. Es ging Zeit verloren, die Abteilungen zu koordinieren, Arbeiten wurden möglicherweise doppelt gemacht. Und übersichtlich war das Ganze auch nicht. Das ist vorbei. Seit Jahresanfang werden die Häuser der Stadt Kleve vom „Gebäudemanagement der Stadt Kleve“ (GSK) verwaltet.

71 Mitarbeiter

„Wir haben jetzt nicht nur alle Gebäude im Blick, wir möchten den Umgang mit unserem Baubestand effizienter machen“, sagt Kleves Kämmerer Willibrord Haas. Er ist zusammen mit Kleves Technischem Beigeordneten Jürgen Rauer in der Betriebsleitung dieses städtischen Eigenbetriebs. „Chef“ der GSK ist Stefan Werner. „Eine ideale Besetzung – er ist studierter Bauingenieur und Wirtschaftsingenieur“, so Haas. Technischer Leiter ist Manfred Raith, der bis jetzt das Hochbauamt der Stadt leitete. Das Hochbauamt ist in die GSK übergegangen, in der 71 Mitarbeiter beschäftigt sind – vom Manager bis zur Reinigungskraft, von den Hausmeistern bis zum Bauingenieur. Die ehemals städtischen Gebäude mietet die Stadt von der GSK zurück. Mit diesen und anderen Einnahmen bestreitet der Eigenbetrieb seinen Haushalt, der im Wirtschaftsjahr 2008 rund acht Millionen Euro beträgt.

„Natürlich muss die Stadt jetzt nicht auch noch zusätzliches Geld für ihre eigenen Gebäude ausgeben“, sagt Haas. Ein Beispiel: „Wir müssen für die Instandhaltung von unseren Gebäuden im Jahr rund 800 000 Euro aufbringen“, rechnet Manfred Raith. Die musste die Stadt in ihren Haushalt einstellen. Nun überweist sie dieses Geld als „Miete“ der GSK, die davon die Instandhaltung bezahlt.

„Erstmals bekommen wir mit dem Gebäudemanagement auch einmal einen genauen Überblick über die Kosten und können sehen, welches Gebäude wie viel Geld verschlingt“, sagt Haas. Und die Verantwortung für beispielsweise die Energiekosten, die Versicherung, die Bauerhaltung, die Verwaltung, die bis jetzt auf die Abteilungen des Rathauses verstreut war, liegt in einer Hand. „Die Aufsplitterung von Zuständigkeiten hat endlich ein Ende“, sagt Raith. Jedes Haus, jedes angemietete Objekt bekommt eine eigene Kostenstelle, und alle Kosten, die anfallen, können am Verursacher festgemacht werden. „Wir hoffen, langfristig dann auch effizienter zu sein“, sagt der Kämmerer. Und welchen Wert stellen diese Gebäude dar? „Das ermitteln wir noch“, sagt Haas und grinst.

(RP)