Kleve: "Alle für eine Welt" – Kalkarer Gymnasiasten nehmen an einem Projekt des Bundespräsidenten teil

Kleve : "Alle für eine Welt" – Kalkarer Gymnasiasten nehmen an einem Projekt des Bundespräsidenten teil

Die Städte Kalkar am Niederrhein und Sialkot in Pakistan sind sich in gewisser Weise ganz nah. Aus dem Unruhe-Land im Mittleren Osten stammten nämlich die Bälle, denen die acht Jungen- und Mädchen-Mannschaften beim Fußballturnier der Klasse 8 a des Jan-Joest-Gymnasiums in der großen Sporthalle des Kalkarer Schulzentrums nachjagten.

Die Veranstaltung war Teil des Projekts, mit dem sich die Schulklasse beim Wettbewerb "Alle für eine Welt" des Bundespräsidenten bewirbt. Gefragt sind dabei Beiträge zum Thema Entwicklungshilfe.

Die Gymnasiasten hatten sich der Förderung des fairen Handels gewidmet, der Handwerker und Bauern in Entwicklungsländern angemessene Einkünfte für ihre Produkte garantiert und damit ein Leben oberhalb der Armutsgrenzen ermöglicht. So waren auch die drei Fußbälle durch den fairen Handel aus Pakistan in den "Fair-Rhein"-Weltladen Kalkar geraten, der sie der Klasse für das Turnier zur Verfügung stellte. Fußball war aber auch nur ein Teilaspekt des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler betrieben im Foyer der Halle einen Informations- und Verkaufsstand mit fair gehandelten Waren aus dem Eine-Welt-Laden sowie eine Caféteria, in der sich die Besucher mit belegten Brötchen, Kuchen und natürlich fairem Kalkar-Kaffee stärken konnten. Mehrere Schüler waren darüber hinaus mit Videokameras unterwegs, um die Ereignisse festzuhalten — auch das ein Wettbewerbsbeitrag. Ob es für die Klasse am Ende zu einem Preis des Bundespräsidenten reicht, steht dahin. Sie feierte zumindest schon einen Etappensieg; denn ihre Fußballer gewannen das Turnierendspiel mit 1:0 nach Verlängerung gegen die Klasse 9 a. Beide Finalteilnehmer erhielten je einen Fair-Trade-Ball, der dritte wurde verlost. Im übrigen nehmen noch zwei sechste Klassen des Jan-Joest-Gymnasiums am Wettbewerb des Bundespräsidenten teil. Sie haben sich auch mit dem fairen Handel und dem Problem der Kinderarbeit in Entwicklungsländern befasst.

(RP)
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