Aktion Offene Gärten startet in Kleve und Umgebung

Aktion Offene Gärten: Hobbygärtner öffnen wieder ihre Tore

Die offenen Gärten im Kleverland ziehen jedes Jahr viele Besucher an. 2019 zum ersten Mal dabei: Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz.

Seinen eigenen Garten und damit seinen Lebensraum zu gestalten, hat etwas künstlerisches“ – so beschreibt Manfred Lucenz, der bereits seit vielen Jahren regelmäßig sein Gartentor für Besucher öffnet, seine Begeisterung für die Gartengestaltung. 20 Hobbygärtner und einige öffentliche Institutionen werden ab Sonntag, 24. März, an insgesamt 47 Tagen der Öffentlichkeit ihre kreativ gestalteten Naturparadiese präsentieren.

Timo Güdden von der Gemeinde Bedburg-Hau freut sich bereits auf die Gartensaison. „Besonders interessant ist die Vielfalt der Gestaltung. Jeder Garten hat einen eigenen Schwerpunkt und zieht dadurch unterschiedliche Besucher an“, sagt er.

Mehrere Tausend Interessierte machen sich jedes Jahr aus ganz Deutschland und den Nachbarländern auf den Weg ins Kleverland, um sich Inspirationen zu holen, sich mit anderen Begeisterten auszutauschen oder einfach in der Natur zu entspannen. Auch die Zahl der Anfragen, selbst einmal seinen Garten zu präsentieren, steigt jährlich. Güdden meint dazu: „Wir legen bei der Auswahl keinen Wert auf Quantität. Wichtig ist, dass es etwas Besonderes zu sehen gibt.“

Manfred Lucenz öffnet bereits seit vielen Jahren in Schneppenbaum seine Gartenpforte und liebt sein Hobby: „Das spannende daran, einen Garten zu gestalten, ist es, zusammen mit den Pflanzen zu wachsen. Man braucht Geduld für ein individuelles Konzept.“

Britta und Detlev Schulz werden in diesem Jahr das erste Mal mit dabei sein. Am Rheindeich in Kalkar-Hönnepel haben sie auf 8000 Quadratmetern ein Gartenparadies aus sechs Teichen, Wildblumen- und Staudenbeeten sowie verschiedenen Bambusarten geschaffen. Besonderen Wert legt das Ehepaar dabei darauf, so vielen Arten wie möglich Lebensraum zu bieten und dadurch aktiv gegen das Insektensterben vorzugehen.

Detlev Schulz findet: „Nicht nur die Landwirtschaft ist verantwortlich dafür. Wenn jeder seinen Garten etwas naturnäher gestalten würde, hätten wir das Problem nicht.“ Timo Güdden fügt hinzu: „Wir wollen den Leuten nicht mit erhobenem Zeigefinger etwas vorschreiben, wir würden uns aber freuen, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen.“

Höhepunkte der diesjährigen Saison sollen unter anderem das Hortensienwochenende am 13. und 14. Juli im Park des Museums Schloss-Moyland und die Öffnung der Inselgärten in Schenkenschanz am 7. Juli sowie der fünf Gärten im „Alten Pflegerdorf“ in Bedburg-Hau sein.

Die Vielfalt der Gärten wurde in einem Flyer zusammengefasst, der in der Touristinfo Kleve, im Rathaus Bedburg-Hau und im Infocenter vom Schloss-Moyland ausliegt.